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Themen der Wissenschaft: Kosmische Katastrophe im Erdaltertum

Eine riesige Kollision im Asteroidengürtel vor 470 Millionen Jahren erzeugte einen Schwarm kleinerer Bruchstücke, die zum Teil bis ins innere Sonnensystem vordrangen und innerhalb von ein bis zwei Millionen Jahren auf die Erde regneten. Sie finden sich heute als fossile Meteoriten in Sedimentgesteinen, die zu jener Zeit abgelagert wurden. Selbst heute noch ist jeder dritte die Erde treffende Meteorit auf dieses Ereignis zurückzuführen.
Nur wenige Menschen, die in einer klaren Vollmondnacht den »Mann im Mond« beobachten, sind sich darüber im Klaren, dass das »Mondgesicht« das Resultat eines der elementarsten geologischen Prozesse in unserem Sonnensystem ist: »Augen« und »Mund« sind gewaltige mit dunkler Lava gefüllte Einschlagbecken. Sie entstanden in der Frühzeit unseres Sonnensystems durch den Aufprall von Gesteinsbrocken beachtlicher Ausmaße auf den noch jungen Mond. Als die Planeten durch Akkretion bereits ihre endgültige Größe erlangt hatten und auch unser Mond »fertig« war, durchzog ein Schwarm von übrig gebliebenem Material das innere Sonnensystem und traf viele der dort auf stabilen Bahnen wandernden Körper. Durch dieses so genannte späte schwere Bombardement (englisch: late heavy bombardment) entstanden alle großen Einschlagkrater und -becken unseres Mondes. Vor dreieinhalb Milliarden Jahren war dieser Vorgang weitgehend abgeschlossen und die Kollisionsrate in unserem Sonnensystem sank auf das heutige Maß.

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