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Welt der Wissenschaft: Interview: Verbrannte Erde

Russland gerät zunehmend ins Abseits – auch im Weltraum. »Sterne und Weltraum« sprach Mitte März 2022 mit dem Raumfahrtexperten Eugen Reichl und bat ihn um eine Einschätzung der Situation.
Verbrannte Erde, Harmonie, Interview

Sterne und Weltraum: Herr Reichl, vorab vielen Dank, dass Sie die aktuellen Geschehnisse in der internationalen Raumfahrt einordnen. Lassen Sie uns zunächst auf die letzten Jahrzehnte zurückschauen. Von Anfang an spielte im »Space Race« die Raumfahrt eine wichtige – auch ideologische – Rolle in der damaligen UdSSR. Welche Konsequenzen hatten diese historischen Entwicklungen für die russische Raumfahrt bis heute?

Eugen Reichl: In der sowjetischen, später russischen Geschichte der Raumfahrt gibt es drei klar abgegrenzte Phasen: zunächst die Ära Koroljow und Gluschko bis Ende 1966. In dieser Zeit wurde der legendäre Ruf der sowjetischen Raumfahrt aufgebaut. Damals wurde die Technik entwickelt, die bis zum heutigen Tag nur wenig verändert in Russland eingesetzt wird. Es gab legendäre Pionierleistungen, wie der erste Satellit Sputnik, die ersten Mondsonden, der erste Mann und die erste Frau im Orbit, das erste Außenbordmanöver und so weiter.

Darauf folgte bis weit in die 1980er Jahre hinein eine Phase der Konsolidierung auf hohem Niveau. Der Zenit war jedoch schon überschritten. Das bemannte sowjetische Mondprogramm scheiterte, aber das Raumstationsprogramm war erfolgreich. Die Entwicklung des Buran, dem sowjetischen Gegenstück des Spaceshuttle, war noch einmal eine Kraftleistung,doch am Ende war auch diesem Programm keine Zukunft beschieden.

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