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Prähistorische Migration: Wie hat sich die Menschheit ausgebreitet?

Über Erbgutvergleiche können Forscher nachvollziehen, wie sich der Mensch schrittweise über viele Jahrtausende von Afrika aus über die ganze Erde verbreitete. Die größte genetische Vielfalt herrscht tatsächlich in Afrika, die kleinste bei den indigenen Amerikanern.
Eine Brücke über den Bab el-Mandeb, das "Tor der Tränen" der Sklavenzeit, möchte ein Bauunternehmen eines Halbbruders von Osama Bin Laden errichten. Die 26 Kilometer breite Meerenge zwischen Arabien und Afrika verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden. Künftig würden dann Pilger aus Afrika hoch über der denkwürdigsten Route der Menschheitsgeschichte nach Mekka ziehen. Wahrscheinlich passierten Afrikaner diese Stelle schon vor 50 000 oder 60 000 Jahren – allerdings ohne Rückkehr. Es mögen ein paar hundert oder tausend Menschen gewesen sein, die Arabien damals vermutlich in kleinen Booten erreichten.

Warum sie zu dem Zeitpunkt ihre ostafrikanische Heimat verließen, wissen wir nicht genau. Das Klima könnte sich verschlechtert haben, oder der alte Lebensraum bot nicht mehr genug Nahrung aus dem Meer. Fest steht aber, dass diese afrikanischen Auswanderer anthropologisch gesehen – in Körperbau, Verhalten, Hirngröße und Sprachfähigkeit – moderne Menschen waren wie wir. Bald zogen einige von ihnen...
September 2009

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft September 2009

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