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Pädiatrie: Depressionen verstärken sich von Generation zu Generation

Kinder, deren Eltern oder Großeltern unter Depressionen leiden, unterliegen einer sehr großen Gefahr, bereits in jungen Jahren selbst Stimmungseintrübungen zu entwickeln.

Fast 60 Prozent aller Kinder mit Vorbelastung, aber nur 28 Prozent aller Heranwachsenden ohne Prädisposition bekommen selbst diese psychische Krankheit. Zu diesem Schluss gelangt eine Studie unter Federführung von Myrna Weissmann von der Columbia-Universität in New York anhand der Beobachtung dreier Generationen verschiedener Familien mit insgesamt knapp 300 Personen.

Dabei zeigte sich, dass nicht nur die Zahlen betroffener Kinder von Generation zu Generation stiegen: Je mehr Familienmitglieder eine Depression aufwiesen, desto mehr ihrer Abkömmlinge entwickelten ebenfalls Stimmungseintrübungen. Kinder mit dieser Vorgeschichte bekamen zudem früher Depressionen, und diese nahmen einen schwereren Verlauf als bei Vergleichspersonen ohne familiäre Vorbelastung.

Diese Ergebnisse bestätigen Mutmaßungen, dass Depressionen erblich bedingt sein können. In Deutschland gelten derzeit etwa 5 Prozent der Gesamtbevölkerung und 8,5 Prozent der Jugendlichen als depressiv.

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