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Artenschutz: Mehr Tiger, mehr Ärger

Indien bemüht sich, seine stark gefährdeten Tiger zu retten. Die Regierung schafft Schutzgebiete, baut Unterführungen, siedelt Dörfer um. Doch Wissenschaftler stellen die langfristigen Pläne in Frage.
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Zentralindien – der Maruti Gypsy, ein Geländewagen mit Allradantrieb, jagt eine Dschungelpiste entlang, und wir werden auf unseren Sitzen hin- und hergeworfen. Eigentlich hatten wir uns für eine Wolfsafari angemeldet, aber der Leiter unseres nächtlichen Ausflugs hat offensichtlich ein anderes Opfer im Sinn. In rasender Geschwindigkeit nähern wir uns einer Stelle an einem Abhang, von der ein stechender Geruch ausgeht. Ein Tiger hat hier vor Kurzem seine Beute erlegt.

Der Ranger spricht mit einem seiner Kollegen in einem anderen Wagen und brüllt unserem Fahrer zu, er solle sich beeilen und rasch zu einer nahe gelegenen Wiese fahren. Eine Tigerin und ihre vier Jungen würden sich dort an einer Wasserstelle etwas außerhalb unserer Sichtweite befinden. Der aufgehende Vollmond enthüllt eine tintenblaue Landschaft. Da Handscheinwerfer verboten sind, beträgt die Sicht nur etwa drei Meter. Das Telefon klingelt, und unser Ranger gibt dem Fahrer neue Anweisungen, woraufhin dieser über eine achterbahnartige Strecke zurück zum Beuteplatz rast. Doch auch hier ist kein Tiger zu sehen. Wir preschen erneut zur Wiese, dicht gefolgt von einem zweiten Fahrzeug. Es fühlt sich abstoßend an, wie eine Jagd.

Nach zwei weiteren Runden – der Mond steht schon hoch über der Landschaft – dirigiert man uns noch einmal zum Beuteplatz. Dort warten bereits vier Geländewagen, deren Fahrer mit ihren Frontscheinwerfern den Hügel absuchen. Plötzlich werden wir seitlich von einem weiteren Jeep gerammt, unser Ranger flucht. Als die Fahrer die Motoren ausschalten, herrscht Stille. Touristen stehen auf ihren Sitzen und starren angestrengt durch Teleobjektive. Unvermittelt rascheln Fußtritte im vertrockneten Laub, und die Fahrzeugführer schalten das Fernlicht ein. Zwei wilde Tiger sitzen vor uns, überlebensgroß, wie wilde Tiger auf den ersten Blick erscheinen. Es sind keine Jungtiere, sondern ausgewachsene Männchen. Kameraverschlüsse klicken. Minuten später erheben sich die Raubkatzen und verschwinden in der Dunkelheit.

Vor 200 Jahren durchstreiften Zehntausende von Tigern (Panthera tigris) Indien und 29 andere Länder, von den Sümpfen Indonesiens bis zur russischen Taiga. Damals existierten diverse Unterarten wie etwa der Bali-Tiger, der Kaspische Tiger und der Java-Tiger, die mittlerweile als ausgestorben gelten. Gerade einmal sechs Unterarten des Tigers sind heute noch auf der Erde zu finden. Schätzungen der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) zufolge lebten 2014 nur noch zwischen 2200 und 3200 dieser Großkatzen in freier Wildbahn – ein Umstand, der ihnen einen Platz auf der Roten Liste der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten verschaffte. Als Folge von Habitatverlust, Wilderei und dem Schwund ihrer Beutetiere haben sich die Tiger inzwischen aus rund 93 Prozent ihres einstigen Lebensraums zurückgezogen.

Das Schreckgespenst einer Welt ohne Tiger bewog im Jahr 2010 13 Länder zu einem Treffen im russischen Sankt Petersburg. Bei dieser Zusammenkunft erklärten die Nationen ihre Absicht, die Zahl ihrer wilden Tiger bis 2022 zu verdoppeln. Doch mit Ausnahme von Indien, Nepal und Bhutan kämpft jedes dieser Länder noch immer hart darum, seine Tiger vor dem Aussterben zu bewahren – sogar in den geschützten Reservaten.

Vor diesem düsteren Hintergrund ist Indien ein leuchtendes Beispiel. Annähernd zwei Drittel der noch auf der Erde vorkommenden Tiger leben dort auf einer Fläche von weniger als einem Viertel ihres weltweiten Verbreitungsgebiets. 2019 hat Indien 3,5 Milliarden Rupien (rund 45 Millionen Euro) in den Schutz dieser Raubkatzen investiert und unter anderem Dörfer umgesiedelt, die innerhalb von Tigerreservaten lagen. Außerdem hat das Land die weltweit längste Unterführung für Tiere gebaut, um den Tigern das gefahrlose Unterqueren einer Autobahn zu ermöglichen.

Etwa drei Prozent der Ausgaben für den Tiger fließen in staatlich geförderte Forschungsprojekte. Wissenschaftler der indischen Regierung untersuchen gerade sämtliche Aspekte der Großkatzen und führen zudem eine umfassende »Tracking-Studie« durch, in der sie den Tieren in freier Wildbahn nachspüren, um mehr über deren Verhalten zu erfahren.

Die Bemühungen hätten sich gelohnt, erklärte die indische Regierung und gab im Juli 2019 bekannt, dass sich die Zahl der in freier Wildbahn lebenden Tiger von 1411 im Jahr 2006 auf 2967 verdoppelt hat. Das in Sankt Petersburg vereinbarte Ziel wurde demnach erfüllt, und Premierminister Narendra Modi stellte fest, der Schutz des Tigers könne mit dem Bau von Straßen, Eisenbahnlinien und Häusern Hand in Hand gehen.

Nimmt man aber die Tigerdaten des Landes genauer unter die Lupe, kommt auch die dunkle Seite der Geschichte ans Licht. Tatsächlich werden die Raubkatzen immer häufiger in kleinen Schutzgebieten isoliert, in denen der Tourismus Vorrang vor dem Wohlergehen der Tiere hat. Verlassen die Tiger die Naturreservate, steigt das Risiko, dass sie auf Menschen und deren Infrastruktur treffen – mit tragischen Folgen für beide Seiten. Manche Wissenschaftler bezweifeln sogar, dass die Tigerzahlen in Indien wirklich gestiegen sind, und versuchen gerade, in einigen Gebieten genauere Bestandszählungen durchzuführen. Andere Forscher beschäftigen sich mit der Frage, wie eine Koexistenz von Mensch und Raubtier erreicht werden kann.

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Tiger | Vor 200 Jahren durchstreiften zehntausende Tiger verschiedener Unterarten weite Teile Asien. Schätzungen der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) zufolge lebten 2014 dann nur noch zwischen 2200 und 3200 der Großkatzen in freier Wildbahn – der Tiger hat somit einen Platz auf der Roten Liste der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten sicher.

Tiger zu retten, ist an sich schon kompliziert genug. In Indien werden die Forschungsbemühungen jedoch zusätzlich durch einen offenkundigen Antagonismus zwischen den beteiligten Akteuren erschwert. Einige Experten erheben zum Beispiel den Vorwurf, für die Regierung tätige Wissenschaftler würden manchmal zweifelhafte Belege zu Gunsten der staatlichen Maßnahmen erbringen und die Arbeit unabhängiger Forscher behindern. Solche Konflikte gehörten im weltweiten Tigerschutz zum Tagesgeschäft, berichtet John Goodrich, Leiter des Tigerprogramms bei der US-amerikanischen Naturschutzorganisation Panthera in New York City. »Es ist ein Punkt, der mich immer wieder unglaublich frustriert«, sagt Goodrich. »Wir haben all diese Daten und all dieses Wissen, das wir eigentlich miteinander teilen müssten.«

Das Nationaltier

Vor 200 Jahren durchstreiften schätzungsweise 58 000 Tiger die üppigen zusammenhängenden Waldgebiete Indiens. Jahrhundertelange Bejagung und Habitatzerstörung durch den Menschen hatten jedoch zur Folge, dass in den 1970er Jahren nur noch weniger als 2000 dieser Raubkatzen in freier Wildbahn lebten. 1973 erklärte die indische Regierung den Tiger zum Nationaltier, verbot seine Bejagung und rief das Schutzprogramm »Project Tiger« ins Leben. Heute umfasst das indische Tigerprojekt 50 Schutzgebiete, von denen laut einer staatlichen Evaluierung rund die Hälfte erfolgreich geführt wird. Mit einer durchschnittlichen Fläche von weniger als 1500 Quadratkilometern sind diese Reservate allerdings recht klein – verglichen mit zahlreichen Naturschutzgebieten in Afrika, die sich über weit größere Areale erstrecken.

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Tiger in Indien

Für den als Einzelgänger lebenden Tiger sind solche Bedingungen denkbar ungünstig. Während weibliche Königstiger ein Streifgebiet von 20 bis 60 Quadratkilometern benötigen, beanspruchen die Männchen eine Fläche von 60 bis 150 Quadratkilometern. Und bekanntlich teilen Tiger äußerst ungern, nicht einmal mit ihren eigenen Geschwistern oder Nachkommen. Erreicht ein Tigerjunges mit ungefähr eineinhalb Jahren das Jugendalter, unternimmt es Streifzüge in seine Umgebung, um ein Territorium zu finden, in dem es leben und jagen kann. Ist das Schutzgebiet bereits von anderen Tigern besetzt, hat dieses Tier zwei Möglichkeiten: Entweder vertreibt es einen alten oder schwachen Artgenossen und übernimmt dessen Revier, oder es wandert weit über die Grenzen des Naturreservats hinaus, bis es ein unbesetztes Territorium findet. Man geht davon aus, dass 70 bis 85 Prozent der Tiger Indiens innerhalb von Schutzgebieten leben.

Diese Zahlen sind das Ergebnis der indischen Tigerzählung. Alle vier Jahre schwärmt eine Armee aus Waldhütern, Naturschützern und Freiwilligen auf einem Gebiet von etwa der Größe Japans aus und führt eine flächendeckende Bestandsaufnahme durch. Dies ist keine leichte Aufgabe, da man die scheuen Großkatzen nur selten zu Gesicht bekommt. Im Rahmen der Zählung stellen die Mitarbeiter in Teilen der Tigerschutzgebiete Kamerafallen auf, die über einen Zeitraum von 35 Tagen sämtliche Bewegungen in ihrer Nähe aufzeichnen. Währenddessen machen sich die Helfer zu Fuß auf den Weg und erfassen in einem so genannten »sign survey« Sichtungen von Tigerspuren und Exkrementen sowie Anzeichen von Beutetieren und Störungen durch den Menschen. Die Daten werden nachfolgend an das staatliche Wildlife Institute of India (WII) in Dehradun übermittelt. Dort werten Forscher zunächst die Fotoaufnahmen aus. Sie identifizieren einzelne Tiger anhand der individuellen Streifenmuster, um dann mit Hilfe einer Schätzung die lokalen Tigerdichten in den Reservaten zu bestimmen. Im nächsten Schritt entwickeln die Wissenschaftler ein Kalibrationsmodell, das die lokalen Dichten von Tigern mit den zuvor erfassten Spuren ihrer Anwesenheit verknüpft. Schließlich geben sie die im Verlauf des gesamten »sign survey« gesammelten Daten in das Modell ein, um auf diese Weise die Anzahl der Tiger in ganz Indien abzuleiten.

»Solange man nicht weiß, was man hat und wo es sich befindet, kann man auch nicht entsprechend damit umgehen«, konstatiert Yadvendradev Jhala, der die Tiger-Arbeitsgruppe am WII leitet und für die landesweite Bestandsaufnahme verantwortlich ist. Die Ergebnisse der letzten Zählung aus dem Jahr 2018 deuten auf eine Erholung der indischen Tigerpopulationen hin, und Premierminister Modi zelebrierte stolz einen 33-prozentigen Zuwachs der Individuenzahlen seit 2014.

Dennoch sind viele Wissenschaftler skeptisch. Ullas Karanth, Direktor des Centre for Wildlife Studies in Bengaluru, stellt zum Beispiel die Qualität der »sign surveys« in Frage. Die Spurensammlung würde von unzureichend geschulten Helfern erledigt, die nicht wüssten, wie man sorgfältige Zählungen durchführe, kritisiert Karanth und begründet seine Anschuldigung mit Erfahrungen aus eigenen Feldstudien. »Die Feldprotokolle sind ausgesprochen mangelhaft«, so sein Einwand. Als ich im Mai 2019 Waldhüter bei der Erfassung von Tigerspuren in einem Schutzgebiet begleitete, erklärten diese, sie fühlten sich von den lokalen Behördenvertretern dazu gedrängt, möglichst viele positive Anzeichen von Tigern aufzuzeichnen und Hinweise auf Störungen durch den Menschen weitgehend zu ignorieren.

Die Kritiker bemängeln weiter, dass Jhalas Team den Umfang der Tigerzählung alle vier Jahre aufs Neue verändere. 2018 kamen beispielsweise 90 Untersuchungsgebiete hinzu, und es wurden weitere 17 000 Kamerafallen installiert. Derartige Unterschiede würden Vergleiche zwischen den Zählungsjahren und Rückschlüsse auf die allgemeine Entwicklung der indischen Tigerbestände erschweren, wendet Abishek Harihar ein, der als Populationsökologe bei Panthera in Bengaluru tätig ist.

Ein weiterer Streitpunkt ist die Datenanalyse, insbesondere das Kalibrationsmodell, mit dessen Hilfe die Gesamtzahl der Tiger in Indien ermittelt wird. Die Beschreibungen der Methodik und der verwendeten Modelle seien »vage« und die resultierenden Zahlen »mit einem größeren Unsicherheitsfaktor behaftet, als gegenwärtig angegeben wird«, bemerkt Arjun Gopalaswamy, Experte für Statistik in der Ökologie und wissenschaftlicher Berater bei der Wildlife Conservation Society in New York City. In zwei Studien hat der Forscher seine Kritik am Zählverfahren zur Erfassung der indischen Tigerbestände zum Ausdruck gebracht.

Unterdessen weist Jhala jegliche Kritik an der Genauigkeit der Tigerzählung zurück. Es gebe sehr wohl Sicherheitsvorkehrungen, die das System gegen ungültige Daten absicherten, unterstreicht der Wissenschaftler. Obwohl sich die Untersuchungsfläche vergrößert habe, basiere die Zählung noch immer auf der Abschätzung von Tigerdichten. Eine Ausweitung des Untersuchungsbereichs habe daher keinerlei Einfluss auf Trendberechnungen, argumentiert Jhala, der ebenfalls eine Studie veröffentlichte, in der er die gegen ihn gerichteten Anschuldigungen widerlegt.

Die beste Möglichkeit zur Beseitigung dieser Unstimmigkeiten wäre, so der Vorschlag einiger Wissenschaftler, wenn sich das WII bereit erklärte, seine Rohdaten und genauere Informationen über die verwendeten Modelle anderen Ökologen zur Verfügung zu stellen, damit diese eine unabhängige Analyse durchführen könnten. Jhala hingegen gibt zu bedenken, dass eine Weitergabe der georeferenzierten Daten, selbst an andere Wissenschaftler, dazu beitragen könne, die Tiere im Hinblick auf Wilderei zu gefährden – eine Behauptung, die andere energisch bestreiten.

Insgesamt gesehen herrscht also wenig Einvernehmen über die indische Tigerpopulation und über die weitaus wichtigere Frage, ob sich diese gerade wieder erholt oder seit vielen Jahren auf einem konstanten Niveau stagniert. Augenblicklich können die Wissenschaftler nur mit Gewissheit sagen, dass sich die Tiger in manchen Regionen prächtig entwickeln, während es ihnen anderswo deutlich schlechter geht.

Die größten nachgewiesenen Naturschutzerfolge verzeichnet Zentralindien, eine Region mit insgesamt 19 Tigerschutzgebieten, die sich auf acht Bundesstaaten verteilen. Im Mai 2019 habe ich das Gebiet zusammen mit Wissenschaftlern des Wildlife Conservation Trust in Mumbai besucht, um mit eigenen Augen zu sehen, wie es den bestgehüteten Tigern Indiens geht.

Die Wälder im zentralindischen Bundesstaat Maharashtra sind braun und knistern unter der sengenden Hitze von 45 Grad Celsius. Wegen der Trockenzeit haben die meisten Bäume ihre Blätter abgeworfen, die natürlichen Wasservorräte sind nahezu erschöpft, und alle warten sehnsüchtig auf den Monsunregen. Der Regierung zufolge leben in Zentralindien 1033 Tiger. Ihr Bestand hat sich seit 2014 um 50 Prozent vergrößert (siehe »Tiger zählen«) und umfasst mehr als ein Drittel der Tiger des gesamten Landes. Die zahlreichen Raubkatzen locken auch eine entsprechend große Zahl von indischen Tigerforschern in diese Region.

In ihren Untersuchungen fanden die Wissenschaftler heraus, dass Tiger sich hier auf der Suche nach neuen Revieren schon seit Langem ungehindert in Waldkorridoren fortbewegen konnten. Auf diese Weise haben sie auch weit entfernte Populationen mit wertvollen neuen Genen versorgt. Die zentralindischen Tiger weisen eine hohe genetische Variation auf, die ihnen helfen sollte, sich an ungünstige Umweltbedingungen anzupassen und besser mit Dürren oder Krankheiten fertigzuwerden.

Korridore helfen den Tigern
Korridore helfen den Tigern | Eine Studie bewertete das Aussterberisiko der Tiger in zentralindischen Reservaten. Wenn die Waldkorridore zwischen den Reservaten intakt bleiben (rechtes Panel), hilft dies, das Risiko zu verringern. Das zeigt der Vergleich mit einem Business-as-usual-Szenario, in dem Korridore nicht gepflegt werden – und in dem die Wanderungsbewegungen durch immer mehr Straßen, Verkehr und urbanes Wachstum eingeschränkt sind.

Angesichts der zunehmenden Fragmentierung der Wälder verschwinden jedoch die Waldkorridore Zentralindiens immer rascher. Und ohne umherstreifende Tiger sei keine der kleinen Restpopulationen in den Reservaten langfristig überlebensfähig, verdeutlicht Aditya Joshi, Leiter der Abteilung für Naturschutzforschung beim Wildlife Conservation Trust. Die Ökologin Uma Ramakrishnan vom National Centre for Biological Sciences in Bengaluru prognostiziert sogar, dass ein unvermindert fortgesetzter Ausbau der Infrastruktur in ländlichen Gebieten dazu führen könne, die genetische Vielfalt von kleinen Tigerpopulationen innerhalb eines Jahrhunderts drastisch zu verringern. Um den Genfluss aufrechtzuerhalten, der für den Fortbestand einer gesunden Population unerlässlich ist, müsste die Regierung dann möglicherweise einzelne Tiger zwischen den Schutzgebieten hin- und hertransportieren, »etwa wie in einem Zoo«, vergleicht Ramakrishnan.

Im allerschlimmsten Fall könnten die Tiger in ihren Reservaten völlig von der Außenwelt abgeschnitten werden, und miteinander verwandte Tiere würden beginnen, Nachkommen zu zeugen. Solche Befürchtungen sind nicht ganz unbegründet. Im Ranthambhore-Tigerreservat, einer beliebten Touristenattraktion im Nordwesten Indiens, leben auf einer Fläche von 1115 Quadratkilometern rund 62 Tiger in völliger genetischer Isolation; die Hälfte dieser Tiere stammt von derselben Matriarchin ab. Das Schutzgebiet ist von Dörfern umgeben, und es leben keine anderen Tigerpopulationen in der Nähe, die für einen Nachschub an neuen Genen sorgen könnten. Ramakrishnan und ihre Kollegen haben im Erbgut der Ranthambhore-Tiger genetische Marker gefunden, die auf Inzucht hindeuten. In einer bisher unveröffentlichten Studie identifizierten die Forscher DNA-Regionen von über einer Million Basenpaaren, die keinerlei Variationen aufwiesen (im Genom eines durchschnittlichen Tigers treten in einer Million Basenpaare ungefähr 500 Variationen auf). Wenn diese DNA-Abschnitte schädliche Allele enthalten, könne das eine verringerte Fitness der Nachkommen zur Folge haben und somit das Aussterberisiko lokaler Populationen erhöhen, erläutert Ramakrishnan.

Tödliche Schnellstraßen

Am Tag vor unserer wilden nächtlichen Verfolgungsjagd im Pench-Tigerreservat waren Milind Pariwakam, ein Ökologe vom Wildlife Conservation Trust, der den Einfluss von Straßen auf Ökosysteme untersucht, und ich auf dem National Highway 44 (NH44) unterwegs. Die vierspurige Autobahn sollte uns zu dem zentralindischen Naturschutzgebiet bringen. In einem Land voller Schlaglöcher wusste ich die glatt geteerte Straße zu schätzen, die zwei Großstädte miteinander verbindet und die Fahrtzeit beträchtlich verringert. Doch die Schnellstraße fordere einen hohen Tribut, erzählt Pariwakam.

Ein 65 Kilometer langer Abschnitt des NH44 verläuft mitten durch den Pench-Nationalpark und trennt das Kerngebiet von einem Waldkorridor. Etwa 40 Säugetierarten, darunter auch Tiger, nutzen diese Landschaft – ebenso wie 6151 Lastwagen, Autos und Motorräder, die tagtäglich über den NH44 brettern. Und dies ist nicht die einzige Verkehrsader, die den Nationalpark durchschneidet; 24 kleinere Straßen und eine weitere Autobahn, der NH6, führen ebenfalls durch das Gebiet.

Jedes Jahr werden weltweit Millionen von Tieren auf Straßen getötet. Viel befahrene Schnellstraßen können sich im Lauf der Zeit sogar in regelrechte Barrieren für umherwandernde Tiere verwandeln, da einige Arten lernen, die gefährlichen Verkehrswege zu meiden. Tiger bewegen sich gern auf Pfaden fort, anstatt durchs Unterholz zu schleichen. Es zieht sie daher unweigerlich in die Nähe von Straßen, wo sie zudem kaum Scheu vor dem Fahrzeugverkehr zeigen. Im russischen Föderationskreis Ferner Osten, der Heimat des Sibirischen Tigers, haben Wissenschaftler den Einfluss von Straßen auf 15 Tiger untersucht, die in der Nähe der Verkehrswege ihr Revier hatten. Jene Straßen wurden pro Tag von 250 Fahrzeugen befahren, also nur einem Bruchteil des Verkehrs, der durch den Pench-Nationalpark fließt. Die Forscher fanden heraus, dass die Tiger in der Region früher starben und insgesamt weniger Nachkommen hatten als ihre Artgenossen, die in straßenfreien Gebieten lebten.

Im Jahr 2008 verklagten Pariwakam und eine Reihe von Nichtregierungsorganisationen die indische Regierung, um einen Stopp des NH44-Ausbaus auf vier Fahrspuren zu erreichen. Acht Jahre lang dauerte der erbitterte Rechtsstreit, bis Wissenschaftler des WII und Umweltschützer sich endlich auf einen Kompromiss einigten: Unterführungen, die den Tieren ein gefahrloses Unterqueren der Autobahn ermöglichten. »Wir weisen immer wieder darauf hin, dass Naturschutz bezahlbar und nachhaltig sein muss«, sagt der Biologe und Raubtierexperte Bilal Habib, der das zentralindische Tigerprogramm beim WII leitet. »Wir sind schließlich ein Entwicklungsland.«

Seit 2018 gibt es am NH44 neun speziell für Tiere konstruierte Unterführungen, deren Länge zwischen 50 und 750 Metern variiert. Es sind die längsten Tier-Unterführungen der Welt und die ersten ihrer Art in Indien. Sollten sie sich als wirksam erweisen, könnte die Regierung sie an weiteren Punkten der insgesamt 20 000 Kilometer umfassenden Straßen einsetzen, die sich durch die wilden Landstriche Indiens ziehen, mutmaßt Habib. Aber obwohl die Unterführungen theoretisch eine ausgezeichnete Lösung darstellen, hegt Pariwakam Zweifel an ihrer Wirksamkeit. Seit 2018 sind zwei Leoparden und ein Tiger direkt über die Autobahn gelaufen, statt eine Unterführung zu benutzen; sie wurden angefahren und verletzt. Als wir einen der Tunnel besichtigten, wurden wir Zeuge, wie ein Allradfahrzeug über eine Zufahrtsstraße heranraste und durch die Unterführung zu einer Serviceauffahrt preschte, die direkt zur Autobahn führt. Mein Begleiter zückte sein Smartphone und filmte den Vorgang. »Die Einheimischen nutzen diese Abkürzung, um 250 Meter zu sparen«, stellte er empört fest. Bei der zuständigen Forstverwaltung hat Pariwakam bereits darauf gedrängt, dass sämtliche Zufahrtsstraßen gesperrt werden.

Verwechslungen

2019 tauchten in Indien fast jede Woche neue Meldungen über getötete Tiger und tödliche Angriffe der Raubkatzen auf Menschen in den Schlagzeilen auf. Da es in den Schutzgebieten immer enger wird, ziehen die Tiger verstärkt in die Waldkorridore. Diese verbinden zwar die Reservate miteinander, werden aber auch von der einheimischen Bevölkerung genutzt.

Die Tigerin T49 wurde in einem Waldkorridor geboren, der den Distrikt Chandrapur im Bundesstaat Maharashtra einschließt. Das Gebiet befindet sich an der Grenze des Tadoba-Andhari-Tigerschutzgebiets, nicht weit vom Pench-Nationalpark entfernt. Auf einem Quadratkilometer leben hier 155 Menschen. Sie verteilen sich auf 600 Dörfer, die sich langsam, aber sicher immer weiter in die umgebenden Wälder ausdehnen. Auch 41 Tiger haben hier ihren Lebensraum – mehr als in der Hälfte der Schutzgebiete Indiens.

Im Dezember 2016 brachte T49 in einem Durchlass unter einer Brücke vier Junge, E1 bis E4 genannt, zur Welt. Die Dorfbewohner drängelten sich auf Traktoren und Motorrädern, um einen Blick auf die Neugeborenen zu erhaschen. Bilal Habib vom WII und sein Doktorand Zahidul Hussain interessierten sich ebenfalls für die Tigerbabys. Seit 2013 statten Habib und seine Mitarbeiter heranwachsende Tiger mit Funkhalsbändern aus, um mehr über das Verhalten der Großkatzen inner- und außerhalb von Reservaten zu erfahren und die Ursachen des Konflikts zwischen Mensch und Tiger zu ergründen. 23 Individuen haben die Wissenschaftler bislang mit Halsbandsendern versehen, ein relativ kleiner Stichprobenumfang. Dennoch stellen Habibs Untersuchungen die weltweit umfangreichste telemetrische Studie an Tigern dar. Ihre vorläufigen Ergebnisse sind jedoch alarmierend. Sie legen nahe, dass außerhalb von Schutzgebieten lebende Tiger täglich weitere Strecken zurücklegen, vermutlich um Menschen und infrastrukturellen Hindernissen auszuweichen. Dementsprechend benötigen diese Raubkatzen 22 Prozent mehr Nahrung – in einer Region, in der ein Großteil ihrer natürlichen Beuteorganismen bereits stark durch menschliche Eingriffe dezimiert wurde. Von fünf Tigern, die ein von den Forschern überwachtes Reservat verließen, seien vier durch Kontakt mit Elektrozäunen ums Leben gekommen, berichtet Habib.

Im März 2019 statteten die Forscher E1, E3 und E4 mit Funkhalsbändern aus. E2 war scheu und flüchtete; diese Eigenschaft wird der kleinen Tigerin in ihrem Leben unter Menschen sicherlich zugutekommen. E1 verhielt sich ungewöhnlich. »Wenn wir uns den Tigern mit dem Fahrzeug näherten, lief E1 als Erste auf uns zu«, schildert Hussain. »Sie kam näher, setzte sich hin und war neugierig, was passieren würde.«

Die Jungtiger waren auf der Suche nach geeigneten Territorien. Straßen, Dörfer und der geringe Schutz durch das sommerlich spärliche Blätterdach schränkten allerdings ihren Bewegungsradius stark ein. In der Umgebung eines Dorfs fand die Tigerin E1 schließlich ein Waldgebiet, das ihr zusagte.

Am 6. April 2019 ging eine ältere Dorfbewohnerin in den Wald, um Blüten des Mahuabaums zur Likörherstellung zu sammeln. Als die Frau sich niederkniete, ähnelte sie in ihrer kauernden Stellung vermutlich einem kleinen Beutetier, mutmaßen Wissenschaftler. Genau in diesem Moment tauchte lautlos ein Tiger auf und stürzte sich auf die vermeintliche Beute. Er zerrte die Frau drei Meter weiter, ließ dann von ihr ab und verschwand.

Innerhalb von drei Wochen wurden zwei weitere Einheimische von einem Tiger getötet, und Hussains Daten ergaben, dass E1 alle drei Beuteplätze aufgesucht hatte. Da keine der Personen gefressen worden war, lag die Vermutung nahe, dass sie einer Verwechslung zum Opfer gefallen waren; normalerweise fressen Tiger nämlich keine Menschen. Wissenschaftler und Vertreter der Forstbehörde suchen jetzt fieberhaft nach Möglichkeiten, mit deren Hilfe solche Begegnungen zwischen Mensch und Raubtier auf ein Minimum reduziert werden können. Einige stellen Kamerafallen auf, um die einheimische Bevölkerung zu warnen, wenn sich Tiger in der Nähe aufhalten. Andere bemühen sich darum, den Ortsansässigen alternative Nahrungs- und Erwerbsquellen näherzubringen, damit sie nicht mehr in die Wälder gehen müssen. Solche Maßnahmen sind dringend erforderlich, denn die Zahl der Todesopfer steigt. Seit 2015 wurden in Zentralindien 21 Tiger von Dorfbewohnern durch Stromschlag, Fallen oder Gift getötet. Und in den letzten vier Jahren sind allein in Chandrapur 24 Personen durch Tigerangriffe ums Leben gekommen.

Im Juni 2019 wurde die Tigerin E1 von Mitarbeitern der Forstverwaltung eingefangen und in ein Rehabilitationszentrum für Wildtiere gebracht. Sie ist das neunte Tier, das seit 2015 umgesiedelt wurde. Die im ehemaligen Revier von E1 lebenden Menschen werden aber nur vorübergehend aufatmen können, da wahrscheinlich früher oder später ein anderer Tiger dieses Territorium besetzen wird.

Kämpfe unter Wissenschaftlern

Ähnlich wie die Tiere, die sie untersuchen, zeigen auch Tigerforscher ein ausgeprägtes Revierverhalten. Sobald wir auf politische Themen zu sprechen kamen, baten mich alle außer Karanth vom Centre for Wildlife Studies darum, anonym bleiben zu dürfen – aus Angst vor möglichen Beeinträchtigungen ihrer Forschertätigkeit.

Mehrere Wissenschaftler klagen über einen Interessenkonflikt, da die für die Finanzierung und Überwachung von Forschungsprojekten zuständigen Regierungsangestellten auch die Richtlinien bezüglich der Schutzgebiete festlegen. Die Behördenmitarbeiter würden Wissenschaftlern des staatlichen WII eher Forschungsgenehmigungen erteilen als unabhängigen Forschern, ergänzt Karanth, es sei denn, Letztere würden sich staatlichen Forschungsprojekten als Juniorpartner anschließen. Neutrale Beobachter erheben zudem den Vorwurf, im Auftrag der Regierung arbeitende Wissenschaftler würden bestimmte staatliche Maßnahmen einfach durchwinken, ganz gleich, ob sie wissenschaftlich begründet sind oder nicht.

»[Das WII] billigt offenbar alles, was die Regierung macht; seine Mitarbeiter scheinen sehr parteiisch zu sein«, konstatiert ein weiterer Wissenschaftler. Ein Beispiel dafür ist das NH44-Straßenprojekt. Das WII hatte anfangs den Bau größerer Unterführungen empfohlen. Unter dem Druck von Regierungsbeamten überarbeitete das Institut jedoch seinen Vorschlag – um Kosten zu reduzieren und das Projekt für die staatlichen Geldgeber akzeptabler zu machen, wie ein offizieller Regierungsbericht enthüllte.

Viele unabhängige Feldforschungsinitiativen hätten ihre Arbeit inzwischen aufgegeben, erzählt Karanth. Seine eigene Studie an Tigern in Südindien, die er über einen Zeitraum von 30 Jahren durchführte, stellte der Wissenschaftler 2017 ein. Angestellte der lokalen Forstbehörde hatten die Arbeit des Tigerforschers wiederholt gestört oder verzögert, indem sie zum Beispiel seinen Mitarbeitern den Zugang zu Untersuchungsgebieten verwehrten. Seine Beschwerden wurden sowohl von den Regierungsbeamten des Bundesstaats als auch von Vertretern der indischen Staatsregierung ignoriert. »Es wurde nahezu unmöglich, an die entsprechenden Forschungsgenehmigungen zu kommen«, schildert Karanth.

»Mir ist leider bewusst geworden, dass ich keinerlei Einfluss auf politische Entscheidungen habe«, bekennt ein weiterer Wissenschaftler.

Die Regierungsbeamten und -wissenschaftler weisen all diese Kritik vehement zurück. Anup Kumar Nayak, Vertreter der National Tiger Conservation Authority (NTCA), der indischen Tigerschutzbehörde und Koordinierungsstelle für Forschungsprojekte rund um den Tiger, erklärt, seine Behörde habe Nichtregierungswissenschaftlern und gemeinnützigen Organisationen bereits diverse wissenschaftliche Vorhaben bewilligt. »Die meisten Forschungsprojekte werden aber an das WII vergeben, weil das Institut die technische Abteilung der NTCA darstellt und seine Wissenschaftler schon seit vielen Jahren im Bereich der Wildtierforschung arbeiten. In den Ländern Südostasiens genießt das WII einen ausgezeichneten Ruf«, unterstreicht Nayak. Nitin Kakodkar, leitender Wildtierschutzbeauftragter in Maharashtra, der in seinem Bundesstaat unter anderem für die Unterzeichnung von Forschungsgenehmigungen zuständig ist, widerspricht der Behauptung, dass WII-Wissenschaftler bevorzugt behandelt würden oder Regierungsangestellte die Forschung beeinflussten. Was das Verfahren zur Erteilung von Forschungsgenehmigungen und die dafür notwendigen Voraussetzungen angehe, seien WII-Mitarbeiter einfach erfahrener als unabhängige Wissenschaftler, sagt Kakodkar und bestreitet energisch den Vorwurf der Vetternwirtschaft in seinem Bundesstaat. »Hier in Maharashtra haben schon einige Wissenschaftler gearbeitet, die nicht vom Wildlife Institute of India kamen.«

Jhala vom WII räumt ein, dass seine Mitarbeiter zuweilen durchaus den Eindruck hätten, sie kämen leichter an Forschungsgenehmigungen (wenn auch nur geringfügig), weil sie für die Regierung arbeiteten. Trotzdem sei es nicht einfach, die bürokratischen Hürden zu überwinden – selbst für Wissenschaftler des WII, gesteht Jhala. »Die Arbeit im Bereich des Wildtierschutzes in Indien ist schlichtweg ein Albtraum.«

Wissenschaftler vermuten, die Regierung halte die Zügel deshalb so straff, weil der Tiger ein Symbol des Nationalstolzes ist. Dieser besondere Status – und natürlich die steigenden Einnahmen aus der Tourismusindustrie mit ihren Tigersafaris und Luxusressorts – sind es vielleicht, die den Tiger letztlich vor dem Aussterben bewahren.

Unterdessen schmiedet die indische Regierung neue Pläne zur Ausweitung des Tigerschutzes. So soll die Zahl der Tigerreservate in den kommenden Jahren steigen, berichtet Nayak.

Obwohl die Tigerbestände in anderen Ländern stagnieren, werden »wilde« Tiger in Indien aller Voraussicht nach überleben, meinen Experten, zumindest innerhalb der Reservate. Fernab der Schutzgebiete ist das Schicksal der Tiere allerdings fragwürdiger. Während die älteren Menschen in den Dörfern keine Vorbehalte gegen die großen Raubkatzen in ihrer Mitte haben, ist die jüngere Generation deutlich zurückhaltender.

Im März 2019 schnappte sich ein »fetter« Tiger im Dorf Kurwahi nahe des Pench-Nationalparks ein Kalb, das angebunden vor dem Haus einer älteren Frau stand. Es war bereits das 17. Stück Vieh, das der Tiger im Dorf erbeutet hatte. Ich fragte die Frau, ob sie über den Verlust ihres Kalbs wütend sei. Sie schlug die Handflächen zusammen, schüttelte lachend ihren Kopf und sagte: »Wie kann ich denn einem Tiger böse sein?« Ihr Sohn warf derweil dem Mitarbeiter der Forstverwaltung, der ganz in der Nähe stand, einen zögerlichen Blick zu. Dann nahm er all seinen Mut zusammen und sprach aus, was andere Dorfbewohner schon seit Längerem gefordert hatten: die Notwendigkeit einer dauerhafteren Lösung. »Die Behörden sollten diesen Tiger entfernen.«


Der Artikel ist im Original »Tiger Trouble« in »Nature« erschienen.

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