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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Nymphaea alba

Nymphaea alba L.
(syn. Nymphaea officinalis); Weiße Seerose (syn. Weiße Teichrose), vgl. Abbildung.
Fam.: Nymphaeaceae.
Vork.: Europa bis Sibirien.
Drogen: 1. Nymphaeae albae flos (syn. Flores Nymphaeae albae); Seerosenblüten (syn. Nymphaea-alba-Blüten), die getrockneten vollständigen Blüten. Inh.: Flavonolglykoside. Anw.: volkstümlich innerlich gegen Durchfallerkrankungen, äußerlich früher bei Fluor albus und Gonorrhoe. 2. Nymphaeae albae rhizoma (syn. Radix Nymphaeae albae); Weiße Seerosenwurzel (syn. Feuerwurzel, Nymphaea-alba-Wurzel), das getrocknete Rhizom mit Wurzeln. Inh.: Tannine (8-10 %, hauptsächlich Gallo- und Ellagitannine). Anw.: volkstümlich bei sexueller Übererregbarkeit, Schlaflosigkeit und Angstzuständen.
Histor.: Der Gattungsname, der zuerst bei Theophrast erscheint, ist auf das griechische nýmphe (Braut) zurückzuführen. Nach einer Sage ist die Pflanze aus einer aus Eifersucht auf Herkules gestorbenen Nymphe entstanden. In der Antike wurde die Pflanze vor allem als Antaphrodisiakum genutzt. Plinius empfahl sie gegen erotische Schlaflosigkeit. Auch wurde sie von den Betroffenen genutzt, um die Härte des Zölibates leichter zu ertragen.



Nymphaea alba, Weiße Seerose

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