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Kompaktlexikon der Biologie: Heteroptera

Heteroptera, Wanzen, Gruppe der Insekten (Insecta) mit rund 36000 Arten, von denen 800 in Mitteleuropa vorkommen. Wanzen sind zwischen 1,5 und 40 mm groß, die größte Art (Belostoma grande) erreicht 110 mm. Sie leben auf dem Land, im Süßwasser oder auf der Wasseroberfläche, Arten der Gatt. Halobates leben sogar auf der Oberfläche der Hochsee. Der Kopf der H. trägt einen schnabelförmigen, mehrgliedrigen Rüssel, der in Ruhestellung unter den Körper gelegt wird, die Mundgliedmaßen sind stechend-saugend. Am Thorax befinden sich dorsal ein Halsschild (Prothorax) und ein Schildchen (Mesothorax). Oberhalb der Hinterhüften münden am Metathorax Stinkdrüsen, deren Sekrete der Abwehr und der Freihaltung der Körperoberfläche von Mikroorganismen dienen und einen typischen Geruch verbreiten („Wanzengeruch“). Die Vorderflügel sind in ihrem proximalen (vorderen) Teil versteift (Hemielytren), der hintere Teil ist häutig, ebenso wie die Hinterflügel. Körperform und Färbung sind sehr unterschiedlich, ebenso wie Spezialisierungen der Beine in Anpassung an die Lebensweise. Die Verwandlung ist unvollkommen (Hemimetabolie; Metamorphose), fast immer sind fünf Nymphenstadien vorhanden. Zu den H. gehören u.a. die Wasserläufer (Gerromorpha), die Wasserwanzen (Nepomorpha), die Cimicomorpha und die Pentatomorpha, u.a. mit der Feuerwanze.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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