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Kompaktlexikon der Biologie: Noradrenalin

Noradrenalin, Norepinephrin, ein Hormon und Pharmakon mit Wirkung auf das Nerven- und das Herz-Kreislauf-System. N. wirkt im sympathischen Nervensystem (Sympathikus) als adrenerger Neurotransmitter (Transmittersubstanzen). Die Blutgefäße werden mit Ausnahme der Herzkranzgefäße durch N. kontrahiert; dadurch kommt es zu einer Erhöhung des peripheren Widerstands und somit zu einem Blutdruckanstieg. Ein Vergleich der Wirkungen von N. und Adrenalin führte zu einer Einteilung der postsynaptischen Rezeptoren in α- und β-Rezeptoren. Die α-Rezeptoren reagieren stärker auf Adrenalin und wirken i.Allg. anregend (jedoch nicht auf glatte Darmmuskulatur). Die β-Rezeptoren reagieren auf N. und wirken generell hemmend. N. ist ein biogenes Amin aus der Gruppe der Catecholamine und wird neben dem Adrenalin im Nebennierenmark und in den adrenergen Neuronen im Nervensystem aus Tyrosin über Dopa (Dopamin) gebildet. N. wird in demselben Gewebe durch das Enzym Noradrenalin-N-Methyltransferase teilweise in Adrenalin überführt.

Abbau und Ausscheidung von N. erfolgen nach O-Methylierung und oxidativer Desaminierung durch eine Monoamin-Oxidase zu 3-Methoxy-4-hydroxymandelsäure (Vanillinmandelsäure). Diese ist in den peripheren Teilen des Körpers und im Harn der Hauptmetabolit des N. Ihr Gehalt im Harn ist eine Kennzahl für die parasympathische Nervenfunktion und wird zur Diagnose von Tumoren herangezogen, die N. oder Adrenalin produzieren.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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