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Spektroskopie: 4MOST: mit Highspeed den Himmel durchmustern

Das Vier-Meter-Teleskop VISTA der Europäischen Südsternwarte in Chile erhält einen Multi-Objekt-Spektrografen, der das Licht von mehreren tausend Himmelsobjekten gleichzeitig analysieren wird. Damit lassen sich Karten unseres Milchstraßensystems um viele Details ergänzen und Einblicke in die kosmologische Entstehungsgeschichte gewinnen.
Das Vier-Meter-Teleskop der Europäischen Südsternwarte steht auf einem Berg in der Atacamawüste in Chile.

Das Kind war nur elf Jahre alt, als seine Eltern starben. Sein Vormund besorgte ihm eine Lehre als Spiegelschleifer – und legte wohl so zufällig den Grundstein für eine der wichtigsten Disziplinen der Astronomie: die Spektroskopie.

Denn die Waise war Joseph Fraunhofer (1787 - 1826). Ausgerüstet mit Kenntnissen über Linsen und Optik entwickelte er Anfang des 19. Jahrhunderts das erste Spektroskop, mit dem sich Licht in seine einzelnen Wellenlängen zerlegen lässt. Im Jahr 1814 bildete er damit zum ersten Mal das Spektrum der Sonnenstrahlen ab. Die spektroskopische Analyse des Lichts von Himmelsobjekten liefert Informationen über deren chemische Zusammensetzung. Zusätzlich lassen sich daraus auch andere Parameter abschätzen, wie etwa die dort vorherrschenden Temperaturen oder Rotationsgeschwindigkeiten.

Heute zählt die Spektroskopie zu den grundlegenden Säulen der Astrophysik: Mit Teleskopen katalogisieren und klassifizieren Astronomen die Himmelskörper, durch die Analyse der Spektren untersuchen sie detailliert die physikalischen Eigenschaften einzelner, besonders interessant erscheinender Objekte. So versuchen sie dem Universum seine Geheimnisse zu entlocken, angefangen vom Aufbau der Himmelskörper bis hin zur kosmischen Entwicklungsgeschichte …

Juli 2018

Dieser Artikel ist enthalten in Sterne und Weltraum Juli 2018

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  • Literaturhinweis

de Jong, R.: 4MOST – 4-metre Multi-Object Spectroscopic Telescope. In: The Messenger 145, S. 14 – 16, 2011