Direkt zum Inhalt
Login erforderlich
Dieser Artikel ist Abonnenten von Gehirn&Geist frei zugänglich.

Anton-Babinski-Syndrom: Der Fremde in meinem Bett

Ein Patient beschwert sich, dass ein Unbekannter ihn nachts heimlich besucht und sich sogar zu ihm ins Bett legt. Was steckt dahinter?
Mann und sein PhantomLaden...

Am Nachmittag des 14. April erreicht uns Ärzte in der Neurologie-Station des Krankhauses Créteil die Anfrage, einer von uns möge einen auffälligen Patienten untersuchen. In den vergangenen Nächten hatte dieser von unerklärlichen Vorgängen in seinem Krankenzimmer berichtet.

Der besagte Patient, ein 73-jähriger Mann mit dem Namen Nicolas*, sitzt auf seinem Krankenbett, als mein Kollege ihn besucht. Er blickt den Arzt skeptisch an, während dieser sich ihm nähert. Nicolas hatte fünf Tage zuvor einen Schlaganfall erlitten, der seine rechte Hirnhälfte stark geschädigt hatte. Seither konnte er seine linke Körperseite nicht mehr bewegen, und auch Berührungen in der gelähmten Hälfte schien er nicht wahrzunehmen.

Bei der neurologischen Untersuchung wendet Nicolas immer wieder den Blick von der kranken Körperhälfte ab und schweigt zu seinen offensichtlichen Beeinträchtigungen. Stattdessen redet er aber ohne Unterlass über die mysteriöse Person, die sich nachts in sein Zimmer schleicht und sich sogar zu ihm ins Bett gesellt ...

2/2019

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 2/2019

Kennen Sie schon …

07/2019

Spektrum - Die Woche – 07/2019

In dieser Ausgabe widmen wir uns den Bienen, Wetter und Evolution.

06/2019

Spektrum - Die Woche – 06/2019

In dieser Ausgabe widmen wir uns der Landwirtschaft, Supernovae und Querschnittlähmung.

Spezial Biologie - Medizin - Hirnforschung 3/2015

Spektrum der Wissenschaft – Spezial Biologie - Medizin - Hirnforschung 3/2015: Unser Gehirn

Revolution in der Forschung: Neue Methoden geben immer tiefere Einblicke • Kindesentwicklung: Das Schicksal vernachlässigter Heimkinder • Grenzerfahrungen: Chaos im schlafenden Gehirn

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

  • Quellen

Assal, G.: No, I Am not Paralyzed, it’s My Husband’s Hand. In: Schweizer Archiv für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 133, S. 151–157, 1983

Sierra, M. et al.: Separating Depersonalisation and Derealisation: The Relevance of the »Lesion Method«. In: Journal of Neurology, Neurosurgery & Psychiatry 72, S. 530–532, 2002