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Emotionen: Der neuronale Gefühlscode

Ob Freude, Trauer, Angst oder Wut: Per Bildgebung können Wissenschaftler unsere Gefühle inzwischen direkt aus dem Gehirn ablesen.
Frau lacht glücklichLaden...

Auf dieses Meeting haben Sie sich lange vorbereitet. Sie lächeln leicht, Ihre Miene ist kontrolliert, Ihr Auftreten sicher. Aufrecht sitzen Sie auf Ihrem Stuhl, sprechen mit ruhiger, gefasster Stimme. Nach außen wirken Sie vollkommen gelassen, aber in ihrem Inneren brodelt es. Sie freuen sich über die Gelegenheit, Ihre Arbeitsergebnisse vor dem gesamten Team präsentieren zu dürfen. Doch die Verspätung eines Kollegen kostet Sie Nerven, und das Verhalten Ihres Chefs, der ganz anderes reagiert, als Sie es erwartet haben, macht Sie nervös. Gut, dass sich all das für andere unsichtbar in Ihrem Kopf abspielt.

Schon bald könnten Neurowissenschaftler allerdings dazu in der Lage sein, solche Vorgänge aufzudecken. Denn was auch immer wir unternehmen, um unsere Gefühle zu verbergen, unser Gehirn wird bei Empfindungen wie Freude, Trauer und Wut auf ganz spezifische Art und Weise aktiv – und diese Hirnaktivität lässt sich mit modernen Methoden der Bildgebung erfassen ...

4/2019

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 4/2019

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  • Quellen

Kragel, P. A. et al.: Decoding Spontaneous Emotional States in the Human Brain. In: PLoS Biology 14, e2000106, 2016

Saarimäki, H. et al.: Discrete Neural Signatures of Basic Emotions. In: Cerebral Cortex 26, S. 2563–2573, 2016