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Paläontologie: Eigenartiges Fossil verwirrt Fachwelt

Eine etwa 525 Millionen Jahre alte Versteinerung aus dem Kambrium verwirrt die Paläontologen-Zunft, da es auf Grund seines Erscheinungsbilds in keine gegenwärtig bekannte Tiergruppe einzuordnen ist.

Das Fossil ist etwa fünf bis zehn Zentimeter lang, hat einen flachen, schneckenartigen Körper und seitliche Flossen, mit deren Unterstützung sich das Lebewesen über den Meeresboden bewegt haben könnte. Vetustovermis planus, so der wissenschaftliche Name, wies zudem relativ gut entwickelte Sinnesorgane auf – etwa auf Stielen sitzende Augen.

Zur Zeit seiner Erstbeschreibung 1979 wurde die Art zuerst den Anneliden (Ringel- oder Gliederwürmer) zugeordnet, was jedoch später widerrufen wurde. Stattdessen argumentierten Forscher, die Spezies solle entweder zu den Arthropoden oder den Mollusken gestellt werden. Nun legen 17 neue Funde aus dem chinesischen Anning durch eine Paläontologengruppe um David Bottjer von der Universität von Südkalifornien in Los Angeles wiederum eine gewisse Ähnlichkeit mit urzeitlichen Mollusken nahe. Gleichzeitig zeigen die Versteinerungen aber auch deutliche Unterschiede zu diesen Weichtieren.

So fehlen Vetustovermis planus etwa die typischen blättchenförmigen Kiemen der Urzeit-Mollusken. Stattdessen sind seine Atmungsorgane unverzweigt. Die bauchseitige fußartige Struktur des Tieres weisen zudem nicht nur Schnecken, sondern auch verschiedene andere Gruppen wie Platt- oder Borstenwürmer auf.

Die in den Fossilien gezeigten Charakteristika passen folglich auf keine bekannte Lebensformenklasse exakt, sodass die Forscher Vetustovermis planus in eine eigene Einheit stellen wollen, die sie allerdings noch nicht benennen. Der an den Ausgrabungen nicht beteiligte Paläontologe Jonathan Todd vom Londoner Naturhistorischen Museum bezeichnet das Tier daher als "eine weitere eigenartige Kreatur aus dem Kambrium".

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