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Kindliche Entwicklung: Nur Spannendes wird zu Babys erstem Wort

Babygesicht
Babys bezeichnen mit ihren ersten gelernten Worten eher für sie selbst interessante Dinge. Erst später lernen sie schneller solche Begriffe, die Eltern ihnen aktiv beibringen möchten, berichten Wissenschaftler um Kathryn Hirsh-Pasek von der Temple-Universität in Philadelphia und Kollegen.

Die Forscher testeten, ob zehn Monate alte Kinder eher die Namen von Dingen erlernten, von denen auffällige optische und akustische Reize ausgehen, oder bevorzugt solche, die ihnen von Bezugspersonen nahe gebracht werden. Wie sich zeigte, belegten die Kinder stets die interessantesten Objekte in Blickweite mit genannten Wörtern. Babys in dieser Altersgruppe ignorierten dabei weit gehend Blicke, Handzeichen und andere Hinweise der Bezugspersonen auf weniger bunte, tönende oder bewegliche Objekte.

Diesen Zusammenhang sollten Eltern bei Gesprächen in Gegenwart ihrer Kinder beherzigen, geben die Forscher zu bedenken: Das Baby könnte einen auffälligen Gegenstand ohne Sinnzusammenhang mit einem aufgeschnappten Wort belegen, ohne das Tun des Sprechers zu beachten. Vielen Eltern falle dabei nicht immer auf, dass die Kinder dennoch aufmerksam zuhören, so Hirsh-Pasek.

Erst bei älteren Kindern ab etwa 18 Monaten beginnen dann soziale Reize und das Verhalten lehrender Bezugspersonen eine wichtige Rolle beim Erlernen von Sprache zu spielen.

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