Direkt zum Inhalt
Neurodegenerative Krankheiten

Parkinson: Gemischte Nachrichten für Stammzell-Therapie

Forscher in den USA konnten mit Hilfe von humanen embryonalen Stammzellen bei Ratten mit Parkinson-Erkrankung die motorischen Störungen beinahe vollständig lindern. Steven Goldman von der Universität Rochester und seine Kollegen warnen jedoch gleichzeitig davor, dass ihre Methode die Gefahr birgt, Krebs auszulösen.

Die Wissenschaftler hatten aus dem Mittelhirn von Föten Gliazellen gewonnen, die normalerweise Stütz- und Versorgungsaufgaben für Nervenzellen übernehmen. In dieser Zellumgebung ließen sie Stammzellen zu Dopamin produzierenden Nervenzellen heranreifen und implantierten sie ins Gehirn der Ratten, die sich daraufhin sehr schnell erholten.

Allerdings entdeckten die Forscher im Zentrum der Transplantate regelmäßig sich ausdehnende "Kerne" noch undifferenzierter Stammzellen, die sich bei anhaltender Teilung zu Tumoren entwickeln könnten, befürchten Goldman und seine Mitarbeiter. Der Nachweis fehlt allerdings, da die Tiere getötet wurden, bevor sie Krebs entwickeln konnten.
24.10.2006

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 24.10.2006

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Vielen Dank!

Partnervideos