Direkt zum Inhalt

Gesundheitstipps: Schützen Kaffee-Einläufe vor Darmkrebs?

Kaffeekonsum reduziert laut einer neuen Studie das Darmkrebs-Risiko deutlich. Doch die naheliegendste Anwendungsform wurde noch gar nicht untersucht.
mehrere Kaffeetassen auf einem Tisch

Kaffeekonsum ist mit einem geringeren Risiko für Enddarmkrebs verknüpft. Zu diesem Ergebnis kommt ein Wissenschaftlerteam um Stephen Gruber von der University of Southern California. Für die Studie befragten die Forscher 9100 Menschen mit und ohne Darmkrebs nach ihrem Kaffeekonsum. Dabei stellte sich heraus, dass das Risiko mit höherer Kaffeemenge sinkt. Dabei seien Zubereitung und Darreichungsform nicht entscheidend. Für den Effekt sei nicht das Koffein verantwortlich, sondern möglicherweise andere Stoffe wie Terpene und Melanoidine, die zum Teil erst beim Rösten entstehen, so Grubers Team. In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 60 000 Menschen an Darmkrebs.

Um herauszufinden, welche Rolle Kaffee bei Darmkrebs spielt, rekrutierte die Arbeitsgruppe 5100 Patienten und Patientinnen, bei denen im letzten halben Jahr Darmkrebs diagnostiziert worden war. Als Kontrollgruppe befragten sie 4000 Menschen ohne Darmkrebs nach ihrem Kaffeekonsum. Demnach verringern schon ein bis zwei Tassen Kaffee am Tag das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, um etwa ein Viertel. Oberhalb von 2,5 Tassen sank das Risiko sogar um die Hälfte. Die eigentlich naheliegende rektale Anwendung des Getränks behandelt die Veröffentlichung leider nicht, weil der Anteil der Menschen, die Kaffee auf diesem Weg konsumieren, noch recht klein ist. Von Empfehlungen nimmt Hauptautor Gruber wegen der fehlenden Datenlage derzeit Abstand, allerdings würde er Kaffeeliebhaber nach eigener Aussage ermutigen, da mit Kaffeekonsum kaum ernsthafte Gesundheitsrisiken verbunden seien.

Lesermeinung

1 Beitrag anzeigen

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

Partnervideos