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Lexikon der Mathematik: Linnik, Juri Wladimirowitsch

ukrainischer Mathematiker, geb. 21.1.1915 Belaja Zerkow (Ukraine), gest. 30.6.1972 Leningrad (St. Petersburg).

Linnik begann 1932 sein Studium der Physik in Leningrad (St. Petersburg). Er wechselte aber bald zur Mathematik, promovierte 1940 und ging im gleichen Jahr ans Steklow-Institut. Ab 1944 war er daneben noch Professor für Mathematik an der Leningrader Universität. Er begründete dort die Leningrader Schule für Wahrscheinlichkeitstheorie und mathematische Statistik.

Linniks Hauptforschungsgebiete waren Wahrscheinlichkeitstheorie, mathematische Statistik und Zahlentheorie. Dabei gelang es ihm, Wahrscheinlichkeitstheorie und Zahlentheorie miteinander zu verbinden. Er führte ergodische Methoden und Siebmethoden in die Zahlentheorie ein. Er nutzte auch Methoden der Analysis in der mathematischen Statistik, inbesondere für die Gesetze der großen Zahlen. Linnik leistete Beiträge zur Goldbachschen Vermutung und zur Verteilung von Primzahlen, indem er unter anderem zeigte, daß sich jede genügend große Zahl als Summe von sieben dritten Potenzen ganzer positiver Zahlen darstellen läßt.

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  • Die Autoren
- Prof. Dr. Guido Walz

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