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News: Bevölkerungswachstum beschleunigt Artenverlust

Mindestens die Hälfte der heute etwa zehn Millionen Arten wird in den nächsten Jahrhunderten aussterben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, welche die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung zusammen mit der Umweltschutzorganisation WWF Deutschland heute vorstellt. Danach verlaufe das Artensterben heute bis zu 1000-mal schneller als in Zeiten, in denen der Mensch noch nicht in die Natur eingegriffen hat. Rund ein Viertel aller Säugetierarten, ein Zehntel aller noch lebenden Vogelspezies und fast ein Drittel aller Fischarten sind der Studie zufolge bedroht.

Als Hauptursache für die Zerstörung von Lebensräumen nennen die Autoren das rapide Bevölkerungswachstum in den artenreichen Regionen. So wachse in tropischen Regenwaldgebieten die Bevölkerung zweieinhalb mal schneller als die Weltbevölkerung insgesamt. Bereits heute werden hier mehr als 70 Prozent der verfügbaren Landfläche für Ackerbau und Viehzucht beansprucht. Andererseits leben etwa die Hälfte aller Arten in den Tropen. Aber auch der hohe Verbrauch der Industrieländer an Energie, Wasser und Fläche trage massiv zum Artenverlust bei.

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  • Quellen
WWF Deutschland

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