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Klima-Bericht: »Die wichtigsten Jahre der Geschichte«

Der neue IPCC-Bericht zum 1,5-Grad-Ziel schlägt einen optimistischen Ton an: Die Welt könne ungefähr so bleiben, wie wir sie kennen - nötig wären schnelle und drastische Maßnahmen.
Dachbegrünung in Hongkong

»Die nächsten Jahre sind wahrscheinlich die wichtigsten in unserer Geschichte. Die Entscheidungen, die wir heute treffen, müssen eine sichere und nachhaltige Welt für alle Menschen sichern, sowohl jetzt wie auch in der Zukunft.« Es ist nicht gerade ein kleiner Ball, den Debra Roberts da den Regierungen der Welt zuspielt. Dabei ist die südafrikanische Wissenschaftlerin keine Politikerin oder Aktivistin. Im Hauptberuf Umweltplanerin in Durban, arbeitet sie seit Jahren ehrenamtlich für den Weltklimarat IPCC als Kovorsitzende der Arbeitsgruppe 2, die sich mit den Risiken des Klimawandels für Natur und Gesellschaften beschäftigt.

Von solchen Risiken hat das Gremium sehr viele in seinem neuen Sonderbericht aufgelistet. Er wurde am heutigen Montag in Incheon/Südkorea verabschiedet und beschäftigt sich mit einer Welt, die 1,5 Grad Celsius wärmer ist als vor der Industrialisierung – und nur noch 0,5 Grad wärmer als heute, wie Roberts' Kollegin Valerie Masson-Delmotte von der Universität Paris-Saclay und Leiterin der Arbeitsgruppe 1 für physikalische Grundlagen des Klimawandels betont. »Das wichtigste Ergebnis des Berichts ist darum, dass wir die Emissionen bis 2050 auf Netto null reduzieren müssen«, sagt sie. Das heißt, die unvermeidbaren Emissionen etwa von Landwirtschaft oder Flugverkehr müssen ausgeglichen werden, indem man der Atmosphäre Kohlendioxid entnimmt.

Die Hauptaussagen des Reports

  • Inzwischen ist ein Anstieg von Extremwetter wie Hitzewellen, Trockenheit und starken Niederschlägen zu bemerken, der sich bis zur Erwärmung von 1,5 Grad noch vergrößern wird. Das Risiko solcher Ereignisse steigt von moderat zu hoch an. In manchen Gegenden der Welt könnten Hitze und Luftfeuchtigkeit die Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit überschreiten.
  • Den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen, ist rechnerisch noch möglich.
  • Geht die augenblickliche Entwicklung jedoch ungebremst weiter, wird die Schwelle von 1,5 Grad Erwärmung bereits gegen 2040 erreicht, womöglich sogar schon 2030.
  • Die momentanen Zusagen der Staaten, wie sie ihre Emissionen bis 2030 reduzieren wollen, führen zu einer langfristig um mindestens drei Grad erwärmten Welt. Falls nicht vor 2030 stärkere Maßnahmen ergriffen werden, ist die Grenze von 1,5 Grad nicht mehr zu halten.
  • Eine Erwärmung von 1,5 Grad ist mit deutlich geringeren Risiken verbunden als eine von zwei Grad. Zum Beispiel steigt der Meeresspiegel dann um zehn Zentimeter weniger, was etwa zehn Millionen Menschen aus der Gefahrenzone nimmt. Mehrere hundert Millionen Bewohner von Entwicklungsländern weniger stehen unter dem Risiko, in die Armut zu rutschen. Der Fischfang geht nicht so stark zurück, was vor allem lokalen Fischern in den Tropen nützt.
  • Um die Vorgabe des Pariser Abkommens zu erfüllen, müssen die weltweiten Emissionen von CO2 bis 2030 um 45 Prozent gegenüber 2010 sinken, also etwa auf das Niveau des Jahres 1986. Bis 2050 ist dann die weitere Reduktion auf »Netto null« nötig.
  • Der IPCC warnt davor, zwischen heute und dem Ende des Jahrhunderts ein größeres Überschwingen der Temperatur zuzulassen, also einen Anstieg über 1,5 Grad hinaus, der dann später ausgeglichen werden soll. Die Risiken von gefährlichen Klimawandelfolgen sind dann höher.
  • Die viel diskutierten technischen Verfahren, CO2 aus der Luft zu entfernen, sind unerprobt, teilweise unreif und womöglich unakzeptabel für die Gesellschaften. Ob diese sogenannten CDR-Methoden (Carbon Dioxide Removal) die Erde nach einer Erwärmung von 1,7 Grad oder mehr wieder ausreichend abkühlen können, ist unklar.
  • Die Grenze von 1,5 Grad ist nur zuverlässig zu erreichen, wenn die Menschheit »schnelle und weit reichende Veränderungen« in Energiesystem und Industrieproduktion, Landnutzung, städtischer Infrastruktur und Verkehr vornimmt. Es gibt in der Geschichte zwar Epochen, in der sich Dinge mit der nötigen Geschwindigkeit geändert haben, zum Beispiel als Autos die Pferde ablösten, aber das heute notwendige Ausmaß des Wandels über alle Sektoren der Wirtschaft ist beispiellos. Diese Aussagen stehen hinter der eingangs zitierten Prognose der Planerin Debra Roberts über die wichtigsten Jahre der Geschichte.
  • Der IPCC konzentriert sich hier nicht nur auf Regierungen, sondern spricht im Prinzip alle Bürger der Welt an, die ihr Konsumverhalten und ihre Ernährungsgewohnheiten anpassen könnten, um drastische Folgen des Klimawandels zu bremsen. So erwähnt der Bericht explizit den Verzicht auf Fleisch.

»Klimaschutz sollte Verfassungsrang bekommen«

»Es war eine historische Woche«, sagt Daniela Jacob, Leiterin des Klimaservice-Zentrums in Hamburg, die in Südkorea mitverhandelt hat. Die Sitzungen sei von einer sehr konstruktiven internationalen Zusammenarbeit geprägt gewesen. »Wir wissen jetzt, dass wir, wenn wir die Erwärmung auf 1,5 Grad begrenzen, ganz viele Risiken ausschließen und die Welt ungefähr so wie heute erhalten können, ohne ganze Ökosysteme wie die Korallen zu verlieren.« Ähnlich sieht es Niklas Höhne vom New Climate Institute in Köln: »Eine Begrenzung ist nötig, um wichtige Ökosysteme zu schützen, sie ist technisch und ökonomisch machbar und richtig umgesetzt kann sie zur nachhaltigen Entwicklung beitragen – das alles aber nur, wenn alle an einem Strang ziehen.«

Bundesumweltministerin Svenja Schulze sagte: »Wir dürfen beim Klimaschutz keine Zeit mehr verlieren. Das ist die Kernbotschaft des Berichts. Die nächsten Jahre sind entscheidend, damit unser Planet nicht aus dem Gleichgewicht gerät.« Die Notwendigkeit eines Temperaturlimits betont auch Lisa Badum, klimapolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag: »Die Klimawissenschaft stellt sehr gut heraus, welch grundlegenden Unterschied eine Erderwärmung von 1,5 oder 2 Grad bedeutet und dass jedes Zehntel Grad zählt. Deutschland muss seiner Verantwortung im internationalen Klimaschutz jetzt endlich nachkommen. Klimaschutz sollte Verfassungsrang bekommen, mindestens brauchen wir ein Klimaschutzgesetz.« Für Hans-Otto Pörtner vom Alfred-Wegener-Institut, den zweiten Kovorsitzenden der Arbeitsgruppe 2, ist eine Schlussfolgerung aus dem Report, »dass alles teurer werden muss, was weiteren CO2-Ausstoß bewirkt, und alles billiger, was den Wandel zu einem nachhaltigen Lebensstil beschleunigt.« Die Regierungen könnten und müssten so einen Strukturwandel vorgeben, der es Menschen einfach macht, ihre Gewohnheiten zu verändern. »Was leider fehlt, das sind charismatische Politiker, die bereit sind, ihre Wähler in diese Richtung mitzureißen.«

Der Präsident der Internationalen Vereinigung von Rotem Kreuz und Rotem Halbmond, Francesco Rocca, zeigt sich erschrocken über die Aussichten: »Mehr als Hälfte unserer Einsätze folgen direkt auf Wetterereignisse und viele andere werden durch Klimaschocks und -stress erschwert. Wenn das heute schon so ist, kann man sich die Größe der Krise kaum vorstellen, in die verletzliche Gemeinschaften in einer Welt geraten, die 1,5 oder sogar 2,0 Grad wärmer ist.« Christopher Weber von der Umweltorganisation WWF ergänzt: »1,5 Grad Erwärmung ist das neue 2,0 Grad. Wir sehen schon starke Effekte, weil die Erwärmung von 0,5 auf 1,0 Grad gestiegen ist, die vorhergesagten Folgen treten immer früher ein.«

6000 neue Studien

Mit Spannung war auch erwartet worden, wie der IPCC über die CDR-Techniken urteilt. »Ich bin auf positive Art überrascht, denn der Bericht enthält deutliche Kritik«, sagt Linda Schneider, die für die Heinrich-Böll-Stiftung in Incheon dabei war. Ihre Organisation ist seit Langem sehr kritisch gegenüber Verfahren eingestellt, die Erde mit technischen Methoden künstlich zu kühlen. »Der Weltklimarat stellt hier fest, dass das viel problematischer und ungewisser ist, als er noch im AR5 [dem Bericht von 2013/14] angenommen hatte.«

Den Bericht hatte die Gemeinschaft der Staaten beim IPCC bestellt, als sie im Dezember 2015 das Pariser Abkommen verabschiedete. Darin steht, die Menschheit wolle den von ihr ausgelösten Klimawandel bei einer Erwärmung von »deutlich unter 2,0 Grad« stoppen und sich bemühen, das Temperaturplus sogar auf 1,5 Grad zu begrenzen. »Aber vor drei Jahren gab es noch kaum wissenschaftliche Literatur dazu, weil sich vorher alle auf eine Erwärmung von 2,0 Grad konzentriert hatten«, sagt der Schotte Jim Skea vom Imperial College London, einer der Leiter der IPCC-Arbeitsgruppe 3, die für Emissionsreduktion zuständig ist.

Das hat sich gründlich geändert: In der letzten Fassung des Reports zitieren die 91 Autoren aus 44 Ländern mehr als 6000 wissenschaftliche Studien. In der vergangenen Woche hat der Weltklimarat zusammen mit Delegationen der Staaten nun die »Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger« (SPM) Satz für Satz überarbeitet – diese 33 Seiten sind für viele der einzige Teil des Reports, den sie lesen. Dagegen sind die eigentlichen Kapitel des Berichts frei von einer möglichen politischen Einmischung.

Weil die Aussagen des IPCC »relevant für politische Entscheidungen sein, diese aber nicht vorschreiben« sollen, haben sie oft eine »Wenn-dann«-Form wie Jim Skea erklärt: »Der IPCC hat hier keinen 'Plan' vorgelegt. Wir sagen: Wenn Ihr die Erwärmung auf 1,5 Grad begrenzen wollt, was muss dann passieren, damit Ihr einen Pfad zu Eurem Ziel errreicht? Wir haben den Regierungen jetzt die wissenschaftlichen Fakten darüber vorgelegt.«

Vier Wege zu 1,5 Grad

Von den Pfaden zur 1,5-Grad-Grenze zeigt der IPCC in der Zusammenfassung vier auf, die er »illustrativ« nennt. Alle vier lassen ein vorübergehendes Überschreiten des Temperaturlimits zu, erst 2100 wird es in jedem Fall erreicht. Und alle setzen darauf, in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts oder sogar früher CO2 aus der Atmosphäre zu entnehmen. Drei davon kommen mit einem Überschwingen der Erwärmung auf 1,6 Grad aus, weil in diesen Szenarien die Emissionen bereits bis 2030 um 41 bis 58 Prozent gesunken sind. Der vierte hingegen lässt den Ausstoß von Treibhausgasen in den kommenden zwölf Jahren noch um vier Prozent ansteigen, um sie danach umso radikaler zu beschneiden. Hier steigt die Temperatur zwischenzeitlich um 1,9 Grad an, bevor sie wieder sinkt.

Der als P1 bezeichnete Entwicklungspfad sieht einen Rückgang der Emissionen schon um 58 Prozent bis 2030 vor. Dazu sinkt der Einsatz von Kohle und Erdöl sehr schnell und stark, der von Erdgas langsamer, und als einziges Szenario begrenzt die Berechnung auch die Nutzung von Biomasse. Dafür steigt der Energieanteil der Kernkraft bis 2050 um 150 Prozent und der Beitrag der Erneuerbaren verneunfacht sich.

Auf die so genannte CCS-Technik (Carbon Capture and Storage), bei der CO2 tief unter der Erdoberfläche verpresst wird, verzichtet die P1-Welt; Kohlendioxid wird nur durch Aufforstungsmaßnahmen im Umfang von 100 Gigatonnen CO2 (Milliarden Tonnen) bis zum Ende des Jahrhunderts aus der Atmosphäre entnommen. »Das entspricht zweieinhalb Jahren des heutigen Ausstoßes.

Die Szenarien P2 und P3 machen etwas andere Annahmen, dort wird CO2 mit großen Plantagen von Energiepflanzen aus der Atmosphäre entnommen. Die Biomasse wird dann verbrannt und dabei das wieder entstehende Kohlendioxid aufgefangen und verpresst. Diese Technik heißt BECCS (Bioenergy with CCS) und ist weiterhin die einzige Technik, die in der vom IPCC ausgewerteten Literatur eine nennenswerte Rolle spielt. Anlagen, die CO2 direkt aus der Atmosphäre entnehmen und entsorgen, werden erst entwickelt: Sie haben inzwischen eine Dimension erreicht, dass sie in einigen Jahren eine Million Tonnen pro Jahr umsetzen; die nötige Größenordnung beträgt jedoch Milliarden Tonnen. Der Energiebedarf dieser DAC-Technologie (direct air capture) dürfte gewaltig sein.

Der Entwicklungspfad P4 macht bereits ab 2030 in einem sehr großen Ausmaß Gebrauch von BECCS. 1200 Gigatonnen Kohlendioxid sollen so im Lauf des Jahrhunderts aus der Atmosphäre entnommen werden und unterirdisch entsorgt werden – die Emission von 28 Jahren auf dem Niveau von 2017. Das hält Mark Lawrence für »so hoffnungsvoll wie unrealistisch. Die Probleme der Technik lassen sich nicht so schnell lösen.« Die angegebene Fläche von mehr als sieben Millionen Quadratkilometer für die Plantagen (die 20-fache Fläche Deutschlands), sei nicht mehr verträglich mit einer ausreichenden Lebensmittelversorgung.

Selbstzensur im Dienste der Politik?

Zudem steckt eine fundamentale Unsicherheit in der Entnahme von Kohlendioxid aus der Atmosphäre, ergänzt Sabine Fuss vom Mercator-Institut für globale Gemeinschaftsaufgaben und Klimawandel in Berlin: »Es ist nicht klar, ob die Temperaturen genauso eindeutig sinken, wenn man der Atmosphäre CO2 entnimmt, wie sie durch das Hinzufügen steigen.« Auch diese Aussage steht in klaren Worten in der in Incheon verabschiedeten Zusammenfassung.

Die Tatsache, dass die Wissenschaftler im IPCC ihre Aussagen im letzten Schritt vor der Veröffentlichung mit den Regierungen der ganzen Welt abstimmen, sorgt immer wieder für Kritik. Regelmäßig gelangen die an sich geheimen Entwürfe der Zusammenfassung der Berichte in die Öffentlichkeit; Veränderungen am Text werden dann leidenschaftlich interpretiert. Vom ersten zum zweiten Entwurf hätten sich die Autoren praktisch selbst zensiert, kritisierte zum Beispiel ein britischer Experte vor kurzem im Guardian: Das Thema der Klimamigration, dass also Menschen ihre Heimat wegen der veränderten Lebensumstände verlassen müssen, sei ohne Not ersatzlos gestrichen worden, ebenso werde nicht mehr über den nachlassenden Golfstrom geredet.

Diesen Vorwurf weist Hans-Otto-Pörtner zurück. »Das Thema Migration hat im ersten Entwurf in der Zusammenfassung gestanden. Aber der Stand der wissenschaftlichen Literatur gibt es nicht her, genaue, zuverlässige Aussagen über die Unterschiede bei Klimaflüchtlingen zu sprechen, wenn die Temperaturen um 1,5 Grad und nicht um zwei Grad ansteigen. Darum steht Migration nicht mehr in der Zusammenfassung, wird aber in den Kapiteln des Berichts diskutiert.«

Kein Freibrief zur Kapitulation

Nach der Endrunde sind gegenüber der zweiten Entwurfsfassung auch viele Änderungen zu erkennen, doch insgesamt scheinen die Mahnungen und Warnungen nicht abgeschwächt worden zu sein. So ist die Feststellung über die Grenzen der CDR-Technologie neu im Text. Das Gleiche gilt für die eindringliche Warnung, dass ein Verzicht auf CCS und CO2-Entnahme nur möglich ist, wenn die Reduktion der Emissionen deutlich vor 2030 beginnt. Zudem haben die Wissenschaftler Teilnehmern zufolge den Absatz verteidigt, dass eine Umverteilung von Wohlstand dabei helfen kann, arme Menschen und verletzliche Gruppen vor den Auswirkungen der Reformen zu schützen, und dass das auch nur wenig kostet.

Die neuseeländische Klimaforscherin Bronwyn Hayward, die in Incheon dabei war, verteidigt ihre Zunft gegen den Vorwurf, sich der Politik gebeugt zu haben. »Wir haben einen Konsens gefunden, der auf vielerlei wissenschaftlichen Belegen beruht, unsere Position gehalten und den Mächtigen die Wahrheit gesagt. Ich war noch nie so stolz auf meine Kollegen.«

Gefahr droht aber auch aus anderer Richtung: Die Ergebnisse lassen sich, etwas böswillig, schließlich auch so lesen: Entweder die Welt schränkt sich in einer dramatischen Art und Weise ein, für die der politische Wille keinesfalls erkennbar ist. Oder sie steuert mit weniger radikalen Maßnahmen auf eine Situation hin, die sie nicht mehr beherrschen kann, will sie die 1,5-Grad-Grenze einhalten. Da sollte man dieses Ziel doch vielleicht besser gleich aufgeben, könnte jemand argumentieren. Auch bei der abschließenden Pressekonferenz in Incheon drehten sich viele Fragen von Journalisten darum, wie realistisch die aufgezeigten Wege »wirklich« seien; viele zweifelten offenbar daran.

Diese Sichtweise will aber Daniela Jacob nicht gelten lassen: »Man kann das nicht einfach abtun, nach dem Motto – alles ist so kompliziert, und wir stecken besser den Kopf in den Sand. So lese ich das nicht.« Gewiss, die nötige Umstellung werde schwierig, aber sie sei machbar und nicht unrealistisch. »Wir überblicken jetzt, was auf uns zukommt, was wir machen können, und was passiert, wenn wir das nicht tun. In Zukunft kann keiner mehr sagen, er habe das nicht gewusst.«

41/2018

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 41/2018

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