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Fossilfund: Dinos in der Grube - mit Babysitter

Forscher sind auf eine fossile Kinderstube gestoßen: 24 frisch geschlüpfte Dinosaurier samt einem jugendlichen Aufpasser. Die Knochen sind 120 Millionen Jahre alt.
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Bereits 2004 kamen in der chinesischen Provinz Liaoning diese fossilen Überreste einer Dinosaurier-Kinderstube zum Vorschein. Jetzt haben Wissenschaftler um Brandon P. Hedrick und Peter Dodson von der University of Pennsylvania sie näher untersucht. Wie sich herausstellte, hatten sie es mit den Überresten von 25 Exemplaren der Art Psittacosaurus lujiatunensis zu tun: 24 frisch geschlüpften Jungtieren und einem Jugendlichen, der vermutlich als Aufpasser die Brut bewachte. Ein ähnliches Verhalten lässt sich auch heute noch bei manchen Vogelarten beobachten.

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Versteinertes Nest | Womöglich handelt es sich bei der Ansammlung um ein dauerhaftes Nest – auch wenn direkte Belege dafür fehlen. Sicher ist jedoch, dass die Tiere sich zum Zeitpunkt ihres Todes in der Gruppe befanden.

Der Fund stammt aus den kreidezeitlichen Felsen der Yixian-Formation und misst nur knapp 60 Zentimeter im Durchmesser. Vermutlich wurden die Tiere von einer Schlammlawine vulkanischen Ursprungs überrascht. Das leiten die Forscher aus der Anordnung der Knochen bei gleichzeitigem Fehlen von Verbrennungsmerkmalen ab.

Angesichts des vermutlich noch recht jungen Alters des "Babysitters" schließen die Wissenschaftler, dass es sich nicht um einen Elternteil der Kleinen handelte. Seine Schädelgröße legt ein Alter von vier bis fünf Jahren nahe; von verwandten Arten wissen die Forscher allerdings, dass sich die Tiere erst mit ungefähr neun Jahren vermehrten. Ausgewachsene Tiere dieser Art erreichten Schädelmaße von ungefähr 20 Zentimetern.

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