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Sommerloch heute: Wassermelonen: Bei Zimmertemperatur genießen

Forschern zufolge enthalten auf 21 Grad Celsius temperierte Wassermelonen mehr Nährstoffe als gekühlte oder frisch geerntete Melonen. Bereits geerntete Wassermelonen können demnach weiterhin Nährstoffe produzieren.

Auch die Wissenschaft kennt ein Sommerloch. Mehr und mehr fluten dann Ergebnisse die Medien, die sonst kaum den Weg in die Berichterstattung finden. Mit der Reihe "Sommerloch heute" möchten wir Ihnen eine Auswahl präsentieren.
Penelope Perkins-Veazie und Julie Collins vom U.S. Landwirtschaftsministerium untersuchten den Nährstoffgehalt von verschiedenen Sorten der Wassermelone, nachdem sie diese für zwei Wochen bei unterschiedlichen Temperaturen gelagert hatten. Bei ihrer Studie achteten sie insbesondere auf eine Gruppe von Farbstoffen – die Karotinoide. Dazu gehören unter anderem die natürlichen Antioxidantien Lycopin und Beta-Carotin, die im menschlichen Körper Zell- und Gewebeschäden, wie beispielsweise Krebs, vorbeugen können.

Im Experiment zeigte sich, dass bei 21 Grad Celsius aufbewahrte Früchte bis zu vierzig Prozent mehr Lycopin enthielten als frisch geerntete und reife Wassermelonen. Der Gehalt an Beta-Carotin stieg sogar um 50 bis 139 Prozent an. Dieses Ergebnis sei vermutlich auf eine erhöhte Aktivität der Enzyme nach der Ernte zurückzuführen, die an der Bildung der Karotinoide beteiligt sind, so die Forscher. Die bei 13 Grad Celsius aufbewahrten Früchte wiesen dagegen nur eine geringe Änderung des Antioxidantiengehaltes auf.

"Die gewöhnliche Lagerzeit für Wassermelonen beträgt bei 13 Grad Celsius zwei bis drei Wochen nach der Ernte", so die Wissenschaftler. Die Frucht reagiere aber sehr empfindlich auf Kühlschränke – bei Temperaturen von fünf Grad Celsius würde die Frucht schon nach einer Woche an einigen Stellen Dellen aufweisen oder sogar faulen. Und noch ein Tipp zur fachgerechten Melonenhandhabung: Bei einer Verfärbung von rot auf rot-orange sei die Frucht überreif, so die Forscher weiter.

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