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Optische Illusion: Der Mond stürzt scheinbar auf die Erde

Dutzende Menschen beobachten, wie sich ein monströser Mond der Erde nähert. Sie bleiben gelassen. Aber warum?
© Daniel López / IAC / CC BY 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/legalcode)
Mond hinter Erde

Zahlreiche Menschen sitzen oder stehen auf der Spitze eines Bergs, während sich von links ein gigantischer Gesteinsbrocken nähert: der Mond. Panik bricht jedoch nicht aus, und Sie haben auch nichts verpasst. Denn im Video zu sehen bekommt man eine optische Illusion. Die Aufnahmen sind allerdings so spektakulär, dass die NASA sie für ihr »Astronomiebild des Tages« ausgewählt hat. Der Astro-Fotograf Daniel López hat diese Bilder am 30. Mai 2018 mit Hilfe eines starken Teleskops gemacht, das tatsächlich 16 Kilometer vom Berggipfel entfernt steht und den Monduntergang erfasst.

Die Menschen stehen auf dem Gipfel des Teide-Vulkans auf Teneriffa – und betrachten auch nicht unseren Trabanten, sondern wohl eher den Sonnenaufgang, der sich gerade hinter López abspielt und die Bergspitze beleuchtet, während es im Krater darunter noch dunkel ist. Für die Bergsteiger sähe der Mond allerdings völlig unspektakulär aus, auch wenn es sich um einen so genannten Milchmond handelt, die kulturelle Bezeichnung des ersten Vollmonds im Mai. Im Video erscheint der Mond so extrem groß, weil er entsprechend nah herangezoomt wurde. Das ist jedoch nicht die einzige Illusion, denn tatsächlich bewegt sich nicht der Mond mit Tempo hinter den Teide. Der Effekt wird durch die Erdrotation verursacht: Unser Planet dreht sich, wie im Video zu sehen, so schnell, dass der Mond aus dem Blickfeld verschwindet – das Video ist keine Zeitrafferaufnahme.

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