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Kosmologie: Wenn dir ein Himmelskörper auf den Kopf fällt

Meteore, Meteoriten und Meteoroiden besitzen nochmals viele Unterklassen, was manchmal zu Verwirrung führt. Auch Blitze und Schnee gehören zu den Meteoren, sind jedoch nicht so verheerend wie ein Asteroidentreffer. Doch um welchen Himmelskörper handelt es sich dabei genau? Und könnte die Menschheit sich vor einem solchen Einschlag retten?
Kosmologie: Wenn dir ein Himmelskörper auf den Kopf fällt

Veröffentlicht am: 03.02.2019

Laufzeit: 0:12:50

Sprache: deutsch

Die meisten Menschen denken beim Begriff »Meteorologie« sofort an die Wettervorhersage. Wie dieses Video detailreich erklärt, ist die Meteorologie jedoch die Wissenschaft von allen physikalischen und chemischen Vorgängen in der Atmosphäre. Dazu gehören nicht nur Atmosphärenphysik und Klimaforschung, sondern auch Dinge wie Bildung und Abbau von Ozon, der Einfluss von Treibhausgasen und nicht zuletzt die Untersuchung aller Arten von Himmelserscheinungen. Von letzterem stammt auch ihr Name, denn das altgriechische »meteorologia« bedeutet nichts anderes als »Lehre der überirdischen Dinge«. Und »Meteore« sind alle sichtbaren Erscheinungen, die in der Atmosphäre stattfinden. Im alltäglichen Sprachgebrauch denkt man bei diesem Wort stattdessen eher an Objekte aus dem All.

Meteorologen unterscheiden etwa Elektrometeore, Hydrometeore, Photometeore und Lithometeore. Zu den Elektrometeoren gehören alle elektrischen Entladungen wie Blitze, Nachthimmelsleuchten, Polarlichter oder Elmsfeuer. Hierzu zählen auch für das menschliche Auge nicht sichtbare Teilchenschauer, die von der kosmischen Strahlung ausgelöst werden, wenn hochenergetische Teilchen aus den Tiefen des Alls auf die oberen Atmosphärenschichten knallen und dabei eine ganze Kette von Reaktionen auslösen. Zu den Hydrometeoren gehören alle Formen kondensierten Wassers, also jeglicher Niederschlag in Form von Regen, Schnee, Hagel oder Graupel, wie er in der dunklen Jahreszeit in besonders prächtiger Vielfalt auftritt. Als Photometeore bezeichnet man Leuchterscheinungen wie eine Fata Morgana, Regenbögen oder sogar Mondregenbögen. Besonders interessant sind Lithometeore. Allerdings hat sich im sonst schön erklärenden Video hier ein kleiner Fehler eingeschlichen, denn diese werden als Litheometeore bezeichnet. Zu diesen gesteinsartigen Erscheinungen zählen nicht nur Aschewolken von Vulkanen, Sandstürme und Rauch, sondern auch Himmelskörper, die in die Erdatmosphäre eintreten. Die dabei kurz aufleuchtende Lichtspur in der dünnen oberen Atmosphäre nennt man einfach »Meteor«. Oft sind die Körper, die solche Sternschnuppen verursachen, nur so groß wie Staub- oder Sandkörner. Täglich rieseln einige hundert bis tausend Tonnen Meteorstaub auf die Erde nieder. Unsere Erde ist also im wahrsten Sinne des Wortes ein »planetarer Staubsauger«.

Gefährlicher wird es, wenn die eintreffenden Himmelskörper eine zunehmende Größe aufweisen. Meteoriten nennt man kosmische Brummer, die nicht in der Atmosphäre verglühen, sondern bis zum Boden durchschlagen. Solche Brocken sind wertvolles Material für Planetenforscher, denn je nach Herkunft können sie etwas über ihren Ursprungskörper, aus dem sie herausgeschlagen wurden – etwa den Mond oder dem Mars oder auch verschiedenen Asteroiden – verraten. Besonders interessant sind uralte Gesteinskörper aus der Frühzeit unseres Sonnensystems. Diese sogenannten Chondriten, von denen es ebenfalls Unterklassen gibt, besitzen eine unverfälschte Mischung von Elementen wie damals, als sich die Erde und die anderen Himmelskörper bildeten. Damit liefern sie quasi wie in einer Zeitkapsel eingefrorene Informationen aus der Ursuppe unseres Planetensystems. Kürzlich hat man in einem solchen Chondriten sogar Eis gefunden. Besonders leicht findet man diese Himmelskörper übrigens in der Antarktis, da sie auf dem hellen Schnee besser zu finden sind – so man denn die frischen Temperaturen aushält. Ein sehr seltener Fund ging vor kurzem Forschern bei einem solchen in der Antarktis gefundenen Meteoriten ins Netz. Der Mutterkörper war ein Asteroid. Darin eingeschlossen befand sich aber auch ein Stück Komet aus dem äußeren Sonnensystem.

Zu Meteoriten werden große Körper mit mehreren Kilogramm bis zu vielen Tonnen Gewicht. Dazu zählen Meteoroiden, kleine Körper auf einer Sonnenumlaufbahn, sowie Asteroiden, die wiederum größer sind als Meteoroiden, aber kleiner als Zwergplaneten. Meteoroiden und Asteroiden haben häufig eine irreguläre Form, da bei ihnen die Schwerkraft nicht ausreicht, um Kugelgestalt anzunehmen, wie es bei Zwergplaneten und Planeten und auch bei großen Monden der Fall ist.

Wenn ein Asteroid die Erde treffen sollte, dann hilft allerdings nichts mehr – außer vielleicht, Teutates um himmlischen Beistand anzurufen: So war ein Asteroidentreffer für das Aussterben der nicht flugfähigen Dinosaurier verantwortlich. Um ein solches Szenario auch für Primaten wie uns möglichst auszuschließen, untersuchen Wissenschaftler die Möglichkeit, einen derartigen Himmelskörper frühzeitig durch einen Treffer mit einem thermonuklearen Sprengkopf aus der Bahn zu schießen. Diese Option ist eigentlich der einzige Grund, warum man in einer besseren Zukunft Atomwaffen nicht völlig restlos verschrotten sollte.

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