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Astrophysik: Zweifel an der Dunklen Energie

Zwei Forscherteams stellen in Frage, ob sich das All tatsächlich immer schneller ausdehnt, wie viele Experten vermuten. Doch lässt sich das moderne Weltbild der Kosmologie wirklich so leicht aus den Angeln heben?
Die meisten Astronomen nehmen an, direkt nach dem Urknall habe sich das Universum schlagartig enorm aufgebläht.

Am wichtigsten war Subir Sarkar, dass auch James Peebles von der Sache erfährt. »Jim hatte immer ein offenes Ohr für unsere Kritik«, sagt Sarkar. Er selbst ist Professor für Astrophysik an der ehrwürdigen University of Oxford, doch Jim Peebles steht noch eine Treppenstufe höher: 2019 erhielt der heute 85-Jährige den Physik-Nobelpreis. Peebles gilt als jemand, der sich nicht mit dem Status quo zufriedengibt – und immerzu nach Schwächen im Weltbild der Kosmologie sucht.

Und just solch eine Macke meint Subir Sarkar aufgespürt zu haben. Es ist eine ziemlich große Macke, um nicht zu sagen, eine gigantische. Es geht um das, was Kosmologen »Dunkle Energie« nennen. Sie soll dafür verantwortlich sein, dass das Weltall immer schneller expandiert – eine Art Antischwerkraft, die benachbarte Ansammlungen von Galaxien auseinanderdrückt. Schätzungen zufolge macht sie dabei stolze 68 Prozent des kosmischen Energie-Materie-Haushaltes aus. Sie wäre damit weit häufiger als Dunkle Materie (27 Prozent) und jene gewöhnliche Materie, aus der Sterne, Planeten und Menschen bestehen (5 Prozent).

Sarkar, 66, glaubt nicht an dieses Weltbild. Dunkle Energie und beschleunigte Expansion sind aus seiner Sicht riesige Irrtümer …

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  • Quellen

Colin, J. et al.: Evidence for anisotropy in cosmic acceleration. Astronomy & Astrophysics 631, 2019

Huterer, D., Shafer, D. L.: Dark energy two decades after: Observables, probes, consistency tests. Reports on Progress in Physics 81, 2017

Kang, Y. et al.: Early-type host galaxies of type Ia supernovae. II. evidence for luminosity evolution in supernova cosmology. The Astrophysical Journal 889, 2020

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