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Demografie: UNO: Weltbevölkerung steigt bis 2050 auf neun Milliarden Menschen

Trotz sinkender Fruchtbarkeitsraten wächst nach einem Bericht der Vereinten Nationen die Zahl der Menschen weiter an. Im Jahr 2050 werde daher die Weltbevölkerung die Neun-Milliarden-Grenze übersteigen.

Der Median der Fruchtbarkeitsrate nimmt demnach von 2,6 Kindern pro Frau in der heutigen Zeit auf nur mehr knapp zwei Zöglinge im Jahr 2050 ab. Diese Entwicklung ist nach Angabe der Experten das wahrscheinlichste Szenario: Bleibt es bei etwa 2,5 Kindern pro Frau, überschreitet die Weltbevölkerung die Zahl von zehn Milliarden Menschen. Ein stärkeres Fallen des Medians würde dagegen nur 7,7 Milliarden Menschen bedeuten.

Der Großteil des zukünftigen Bevölkerungswachstums findet in Entwicklungs- und Schwellenländern statt, deren Bevölkerung sich um 1,3 Milliarden Menschen vergrößern wird, während die der Industrieländer bei 1,2 Milliarden verharrt. Die Hälfte des Zuwachses entfällt auf nur acht Länder – darunter Indien, Pakistan, Nigeria, Bangladesh, China sowie den USA als einzigem Industriestaat. In Afghanistan, Burkina Faso, Burundi, Tschad, Kongo, Osttimor, Mali und weiteren afrikanischen Staaten kommt es zu einer Verdreifachung der Einwohnerzahl. In den sechzig am stärksten von Aids betroffenen Nationen fällt dagegen nach Angaben der UNO das Wachstum durch erhöhte Sterblichkeit etwas niedriger aus als ursprünglich prognostiziert.

Seit dem Erreichen der Sechs-Milliarden-Marke 1999 nahm die Erdbevölkerung um weitere 500 Millionen Menschen zu, wobei sich dieses Tempo nun abschwächt: Die nächste halbe Milliarde wird acht Jahre benötigen.

Angesichts dieser Zahlen mahnen die Vereinten Nationen dringende Investitionen in die Gesundheitssysteme und die Bevölkerungsplanung der am stärksten betroffenen Länder an.
26.02.2005

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 26.02.2005

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