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Kompaktlexikon der Biologie: Urzeugung

Urzeugung, Archigonie, Archiogenesis, Archigenese, Autogonie, Abiogenesis, Entstehung von Lebewesen aus unbelebter Materie. Die U. wurde für Metazoen im 17./18. Jh. widerlegt, für Einzeller erst durch L. Pasteur; sie ist jedoch heute anerkannt für den Beginn des Lebens im Archaikum. Moderne Hypothesen gehen von der Annahme aus, dass vor der Urzeugung in der Uratmosphäre während der chemischen Evolution organische Substanzen entstanden (abiotische Synthese). Die Koazervat-Hypothese (Koazervate, Mikrosphären) von A. Oparin (1894-1980) postuliert die Zusammenlagerung vieler organischer Moleküle zu wasserarmen Tröpfchen; die Membranhypothese nimmt als ersten Schritt die Zusammenlagerung verschiedener Moleküle und deren gemeinsame Begrenzung durch eine Membran zu so genannten Protobionten an. – Gegensatz zur U. ist die Tokogenie oder Tokogonie (Elternzeugung), d.h. die Erzeugung neuer Individuen durch geschlechtliche oder ungeschlechtliche Fortpflanzung bereits vorhandener Organismen.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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