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Metzler Lexikon jüdischer Philosophen: Theodor Lessing

Geb. 8.2.1872 in Hannover;

gest. 31.8.1933 in Marienbad

L. wuchs in einem assimilierten, religiös indifferenten Bürgerhaus der Kaiserzeit auf. Erst durch antisemitische Sticheleien seiner Mitschüler wurde ihm sein Jude-Sein bewußt, das er zunehmend als Belastung empfand; schließlich war seine Jugend von einer strikten Verleugnung seiner jüdischen Herkunft geprägt. Insbesondere der Antisemitismus seines engen Jugendfreundes Ludwig Klages führte L. aber zu der Einsicht, daß eine Identifikation mit deutsch-nationalem Gedankengut und seine Konversion zum Protestantismus (1895) nicht das angestrebte Selbstverständnis gewährleisten konnte, als Deutscher akzeptiert zu werden, und daß man sich daher an jedem »Scheideweg« (Der jüdische Selbsthaß, 1930) neu orientieren muß. Seit 1900 galt L.s Interesse dem Zionismus, einem »selbstbetonten, würdebereiten Prinzip. Ich wurde nun zwar meiner deutschen Wesensart nicht irre«, bekannte er in seiner Autobiographie Einmal und nie wieder (1935), »aber ich empfand es als geschmacklos, deutsch sein zu wollen; ich fühlte ja, daß man mich abdrängte und ausstieß.« Unter dem Einfluß seiner Freundschaft mit Omar al Raschid Bey, einem zum Islam konvertierten deutschen Juden, näherte sich L. seit 1898 allmählich seiner verleugneten Identität als Jude an. Von al Raschid lernte er asiatische Religion und Philosophie, die er seinem philosophischen Gedankengebäude zugrundelegte. Bereits in seiner Dissertation über African Spir’s Erkenntnislehre (1899), einem russischen Juden, begann L. in Rezeption Schopenhauers, Nietzsches, Theodor Lipps’, in Beschäftigung mit dem Buddhismus und in Verarbeitung seiner Kindheits- und Jugenderfahrungen mit der Konzeption seines philosophischen Systems. Grundlage war die sog. »Dreisphärentheorie« (vitalité, verité, réalité). Das Leben stellte für L. eine ursprüngliche Einheit dar, die durch den Bewußtwerdungsprozeß des Menschen zerstört wurde. Daraus leitete er seine zweite zentrale Theorie her, die »Nottheorie«. Not, Schmerz und Leiden hatten den Geist, das Bewußtsein und folglich die Zerrissenheit des Menschen hervorgebracht.

L.s Entwurf eines sozialphilosophischen Programms zielte seit seiner Hinwendung zum Zionismus mit seinen Betrachtungen zur Außenseiterexistenz der Juden auf eine »Renaissance des Judentums«. Daß er den notwendigen Erneuerungsprozeß nicht im politischen Zionismus, sondern in der »kulturellen Gegenwartsarbeit« und in der inneren Umkehr, d.h. im Kulturzionismus sah, war nicht zuletzt auf die Bekanntschaft mit Martin Buber zurückzuführen. Zu L.s Lektüre gehörten die Schriften von Achad Haam, Leon Pinsker, Max Nordau, Moritz Lazarus, aber auch der antisemitischen Theoretiker Dühring, Lagarde und Chamberlain. In Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Debatte über die Psychopathologie des Judentums hielt er Vorträge über die Auswirkungen des Antisemitismus auf die jüdische Selbstwahrnehmung. In den folgenden Jahren stellte L. den Vergleich zwischen der »Geschichte der Abhängigkeit und Leiden« der Juden und der Frauen her, der seiner philosophischen These vom Zusammenhang zwischen Not, Schmerz, Leiden und Bewußtsein entsprach. Wie der Feminismus den Frauen, so könne nur der Zionismus den Juden die Möglichkeit geben, ihre wahre Identität zu finden. (Zur Frauenfrage. In: Die Gesellschaft 16/III, 1900; Weib, Frau, Dame, 1910).

In L.s soziales Engagement, mit seiner Hinwendung zum Sozialismus 1904 und nach einer Reise nach Galizien 1906, rückte immer mehr das Ostjudentum. Während er in einer Artikelserie das »physische und moralische Elend« der »Ghettoexistenzen« schilderte (Eindrücke aus Galizien, in: Allgemeine Zeitung des Judentums, Nr. 49–53, 1909), veränderte sich jedoch seine Sicht nach dem Ersten Weltkrieg mit dem Entwurf eines Idealbildes vom Ostjudentum, das er dem Negativbeispiel des kulturell angepaßten Westjudentums gegenüberstellte. 1906 erschien L.s erstes philosophisches Werk Schopenhauer, Wagner, Nietzsche, in dem er den Verlust »aller substantiellen Werte« als die Tendenz der Zeit kritisierte. Die »Doppeltendenz« des modernen Menschen zeige sich insbesondere bei den Juden durch den »Bruch in der Volksseele«.

Seit 1907 Professor für Philosophie in Hannover, arbeitete L. – in Auseinandersetzung mit der Wertphilosophie, dem Verhältnis von Sollen und Sein – sein Denkmodell zu einer philosophisch begründeten, soziale, kulturelle und psychologische Aspekte bevorzugenden Ethik aus, so in den Studien zur Wertaxiomatik (1908). Dementsprechend befaßte er sich in seinen Darlegungen zur sozialen Funktion des Theaters über die Frage nach der Rolle der Juden im Theater mit der desperaten Lage der deutschen Juden. Aus Anfeindungen und Unsicherheiten entstünde der »selbstquälerische Wille zur Erlösung von sich selbst«, der »die eigentlichen tragenden, positiven Seiten der jüdischen Eigenart« verschüttet habe. Durch die Not der Geschichte zum Träger der internationalen Entwicklung geworden, komme den Juden die Aufgabe des »Brückenbaus« zwischen Kultur und Natur zu: »Der Jude vermittelte zwischen Himmel und Erde. Er überführt Asien nach Europa und Europa wieder nach Asien« (Theater-Seele, 1907). Ein Skandal entzündete sich 1910 an L.s Satire über den Literaturkritiker Samuel Lublinski (Samuel zieht die Bilanz, in: Die Schaubühne 6, 1910). Eingebunden in eine allgemeine Kritik am Kulturbetrieb wollte L. sein Urteil über Lublinski als »Repräsentant eines verfehlten Kulturjudentums« als zugespitzte Kritik am assimilierten Judentum verstanden wissen.

Mit der Herausgabe einer Sammlung von 1899–1913 veröffentlichten und überarbeiteten Essays unter dem programmatischen Titel Philosophie als Tat (1914) – darunter das Portrait von Georg Simmel, dessen Philosophie »jüdischer Geistigkeit« Spiegel des Leidens der Minderheit sei – betrachtete L. seine auf Überwindung des Gegensatzes von Wissenschaft und Leben zielende Philosophie als abgeschlossen. Von der Erfahrungstatsache der »Not« ausgehend sollte die Philosophie der »Not-Wende« dienen: »Die Welt ist meine Not! Sie beginnt an der Stelle, wo das Leiden, d.h. das Sich-wehren beginnt.« Unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs leiteten ihn seine Studien zu einer geschichtsphilosophischen Kritik an der nachträglichen Legitimation historischer Ereignisse über (Geschichte als Sinngebung des Sinnlosen, 1919). L.s erste Abrechnung mit dem Krieg war das Buch Europa und Asien, das 1915 von der Militärzensur verboten wurde und erst 1918 erscheinen konnte. In kulturphilosophischer Gegenüberstellung mit der asiatischen Lebensform verurteilte er die europäische Politik der Machtentfaltung. Auf der gedanklichen Grundlage der Gegenpole »Europa« (Kultur und Gesellschaft) und dem Ideal »Asien« (Natur und Gemeinschaft) formulierte er sein zionistisches Programm immer klarer. Nur die Errichtung eines jüdischen Staates ermögliche es, die »Degeneration« der Juden zu heilen. Nachdem L. 1918 seine Arbeit als Professor für Philosophie wieder aufgenommen hatte, publizierte er zahlreiche Artikel, und es erschienen seine wichtigsten Bücher, so seine völlig umgearbeiteten Werke Geschichte als Sinngebung des Sinnlosen und Europa und Asien, in dessen Fassung von 1924 er apodiktischer als zuvor einen religionsphilosophisch begründeten Antagonismus von Christentum und Judentum herausarbeitete.

1930 kam im Jüdischen Verlag das Buch Der jüdische Selbsthaß heraus, in dem L. seine in dreißigjährigen Vorstudien skizzierten Gedanken zu einer Theorie über die Auswirkungen des Minderheitenstatus auf die Psyche der Juden ausformulierte. Der »Sonderfall« dieser »lebenszerklüftenden Krankheit« resultiere, so seine philosophischpsychologische Deutung, aus dem Verlust der Unmittelbarkeit, der sich symptomatisch in der »(verhängnisvollen) Überhöhung des geistig-bewußten Lebens« als »Akt des Selbstentfremdens« äußerte. Religionsphilosophisch gesehen sei in der Auffassung von Leiden als Strafe im Judentum der Schlüssel zur »Pathologik unserer Volkseele« als Folge »jahrhundertelangen Herabminderns« zu finden. Angesichts der Erkenntnis, daß die »deutsch-jüdische Symbiose« durch zunehmende antisemitische Anfeindungen gescheitert war, zielte auch seine Kritik an den historischen Bedingungen der Emanzipation noch dezidierter auf die Herausstellung der Negativbedeutung von Assimilation als Synonym für »Selbstverleugnung«, »Selbstpreisgabe« und die sich in Form des »jüdischen Antisemitismus« äußernde »Selbstnegation«. Als typische Beispiele dafür, daß die »jüdischen Selbsthasser« an »einer unglücklichen Feindesliebe« erkrankt waren, zog L. sechs Lebensgeschichten heran: die von Paul Rée, Otto Weininger, Arthur Trebitsch, Max Steiner, Walter Calé und Maximilian Harden. In der Überzeugung, daß das eigene Selbstbild von dem von Haß verzeichneten Bild der Umgebung abhängig war, stellte L. die Forderung nach Überwindung der inneren Zerrissenheit durch Rückkehr zu einem nicht von Fremdurteilen bestimmten Verständnis von Judentum und durch Einsicht in die Differenz auf. Mit seiner Maxime »Werde, der du bist«, bekräftigte er, daß es für eine »Heilung« lediglich eines Bekenntnisses zu sich selbst bedürfe.

Als Lösung des jüdischen Identitätsproblems wies L., inzwischen Mitglied der sozialistischen Poale Zion, noch nachdrücklicher auf die gedankliche Synthese von Sozialismus und Zionismus hin. L.s Denkmodell war nicht nur durch einen tiefen Pessimismus hinsichtlich der Diaspora gekennzeichnet, sondern richtete sich zugleich im optimistischen Sinne auf die Utopie ereẓ jisra’el, wie auch auf die Vision eines »kommenden Zeitalters sozialer Revolutionen«. Allein der Klassenkampf sei der »wichtigste aller Kämpfe«, da er sich zugunsten eines allgemein menschlichen Lebens über Nationalitätenfragen wie »Bin ich mehr deutsch? oder mehr jüdisch?« hinwegsetze.

L.s oppositionellem Denken lag das vitale Bedürfnis nach Auflösung der Widersprüche zugrunde. Doch die gesellschaftlichen Veränderungen hatten ihn immer wieder zur Umwertung seiner philosophischen Selbstbestimmung veranlaßt. Während L. um die Jahrhundertwende noch an Synthese gedacht hatte, mündete nach dem Ersten Weltkrieg der Prozeß der Radikalisierung seiner Argumentation mit dem Entwurf von krassen Gegenbildern im Essay über den jüdischen Selbsthaß in dem Bewußtsein der unlösbaren Dualität von Deutschem und Jüdischem. Zwei Jahre später korrigierte er seinen Standpunkt noch einmal. Nach Rückkehr von seiner Palästina-Reise 1931 konnte L. sich offenbar nicht mehr darüber hinwegtäuschen, in der »deutschen Kultur« verwurzelt zu sein. Jeder Mensch sei »Schnittpunkt einander ausschließender Kreise«, betonte er und stellte zugleich resigniert fest, daß alle Versuche »zur Lösung der Widersprüche« unlösbar seien (Die Unlösbarkeit der Judenfrage, 1932, in: Marwedel (Hg.), Flaschenpost, 1986). Anfang März 1933 sah sich L. gezwungen, in die Tschechoslowakei zu emigrieren, zunächst nach Prag, das wie für viele politisch verfolgte Schriftsteller auch für ihn ein kulturelles Zentrum darstellte. L. nahm aktiv am Exilleben teil, hielt Vorträge über die Situation des Judentums, analysierte im Prager Tageblatt die politische Lage in Deutschland und setzte sich für bedrohte Kollegen ein, wie für den in »Schutzhaft« genommenen Siegfried Kawerau. Nach kurzer Zeit siedelte er nach Marienbad über, um in der Villa Edelweiß eine Schule für jüdische Emigrantenkinder zu eröffnen. Ende August nahm L. noch am Zionistenkongreß teil, lehnte aber Hilfsangebote zur Auswanderung auch nach Palästina ab, weil er in der Tschechoslowakei in seiner eigenen Sprache lehren konnte und sich in Marienbad eine neue Heimat schaffen zu können glaubte. Die Identifikation mit den Zionismus war für L. ein Anliegen ethischen Bewußtseins, nicht der praktischen Konsequenz. Die Ermordung L.s war von langer Hand geplant. Eine Kopfprämie von zunächst vierzigtausend Reichsmark wurde von der deutschen Reichsregierung auf achtzigtausend Reichsmark erhöht. Am 30. August abends wurde L. von gedungenen Schergen der böhmischen DNSAP – sudetendeutscher Ableger der NSDAP – in seinem Arbeitszimmer durch das offene Fenster niedergeschossen. Noch in der Nacht starb er. Am 2. September 1933 wurde L. auf dem jüdischen Friedhof in Marienbad beigesetzt.

Werke:

  • Europa und Asien, Berlin 1918 (bis 1930 umgearbeitet).
  • Geschichte als Sinngebung des Sinnlosen, München 1983 (folgt 1. Aufl. 1919.
  • bis 1927 umgearbeitet).
  • Der jüdische Selbsthaß, München 1984.
  • Einmal und nie wieder. Lebenserinnerungen, Gütersloh 1969.
  • Ich warf eine Flaschenpost ins Eismeer der Geschichte. Essays und Feuilletons (1923–1933), hg. R. Marwedel, Darmstadt 1986. –

Literatur:

  • R. Marwedel, Th.L., Darmstadt 1987.
  • M.-S. Benoit, Th.L. (1872–1933), Diss. Universität Lille 1994/95.
  • ZRGG 50 (1998), Sonderheft Th.L.

Andrea Boelke-Fabian

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Die Herausgeber

Otfried Fraisse, promovierte an der FU Berlin zu mittelalterlicher jüdisch-arabischer Philosophie; freier Mitarbeiter des Simon-Dubnow-Instituts an der Universität Leipzig.

Andreas B. Kilcher, Hochschuldozent am Institut für Deutsche Philologie II (neuere deutsche Literatur) in Münster. Bei Metzler ist erschienen: »Die Sprachtheorie der Kabbala als ästhetisches Paradigma« (1998) und »Metzler Lexikon der deutsch-jüdischen Literatur« (Hg., 2000).

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