Interview: "Grundlegender Wandel der Denkstrukturen"

Zumindest schneiden Menschen rund um den Globus heute in Intelligenztests deutlich besser ab als noch vor zwei oder drei Generationen. Je weiter man in der Zeit zurückgeht, desto größer werden die Unterschiede – bis zu 20, 30 IQ-Punkte, verglichen mit dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Der neuseeländische Politologe James Flynn war der Erste, der diesen Anstieg systematisch für verschiedene Länder dokumentierte. Deshalb sprechen wir heute vom "Flynn-Effekt".
Haben die Menschen vielleicht nur gelernt, sich besser auf diese Tests einzustellen?
Das wäre die kritische Gegenthese: Probanden können mittlerweile zwar die Fragen besser beantworten, sind aber nicht wirklich intelligenter geworden. Daher muss man nach weiteren Anzeichen dafür suchen, ob sich das Denkvermögen in den letzten Jahrzehnten tatsächlich verbessert hat ...
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