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Moral: Gut gemeint

Wer Gutes will, tut dennoch manchmal Schlechtes – und zwar nicht bloß auf Grund ungünstiger Umstände. Paradoxerweise schlagen hehre Absichten manchmal sogar ins Gegenteil um.
»Jute statt Plastik«

Papaaa – ist jemand, der schlägt, ein böser Mensch?« Mit solchen Fragen bringt mich meine fünfjährige Tochter regelmäßig in die Bredouille. »Na ja«, druckse ich, »schlagen ist nicht gut, das weißt du. Aber wer das macht, ist vielleicht nur gerade wütend und weiß sich nicht anders zu helfen.«

»Gestern auf dem Spielplatz war ein Mann, der hat einen Jungen geohrfeigt.«

»Das war bestimmt der Papa des Jungen. Man sollte das nicht tun, aber deshalb muss der Papa kein böser Mensch sein. Vielleicht meinte er es sogar gut.«

»Gut?!« Die Kleine sah mich ungläubig an.

Zugegeben, meine Antwort überzeugte mich selbst nicht so recht. Doch wie erklärt man einem Kind, dass nicht nur böse Menschen Schlechtes tun? ...

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  • Quellen

Cascio, J., Plant, E. A.: Prospective moral licensing. Does anticipating doing good later allow you to be bad now? Journal of Experimental Social Psychology 56, 2015

Dawkins, R.: The tyranny of the discontinuous mind. The New Statesman, 19. Dezember 2011

Lalot, F. et al.: Compensation and consistency effects in proenvironmental behaviour:
The moderating role of majority and minority support for proenvironmental values. Group Processes & Intergroup Relations 21, 2018

Meijers, M. H. C. et al.: Taking close others’ environmental behavior into account when striking the moral balance? Evidence for vicarious licensing, not for vicarious cleansing. Environment and Behavior 51, 2019

Monin, B., Miller, D. T.: Moral credentials and the expression of prejudice. Journal of Personality and Social Psychology 81, 2001

Simbrunner, P., Schlegelmilch, B. B.: Moral licensing: A culture-moderated meta-analysis. Management Review Quarterly 76, 2017