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Krebsforschung: Stress verhindert Brustkrebs

Eine Langzeitstudie des Nationalen Gesundheitsinstituts in Kopenhagen an 6500 Frauen ergab, dass die Teilnehmerinnen, die unter hohem Stress standen, seltener Brustkrebs bekamen.

Die Forscher um Naja Rod Nielsen hatten die Frauen befragt, wie stark sie unter Anspannung, Ungeduld, Ängstlichkeit, Nervosität und Schlaflosigkeit stehen und daraus für jede Teilnehmerin einen Wert auf einer sechsstufigen Stress-Skala gebildet. Für jeden Punkt mehr auf der Skala war das Risiko, später an Brustkrebs zu erkranken, um durchschnittlich acht Prozent vermindert. Frauen mit dem niedrigsten Punktwert hatten also gegenüber denen mit dem höchsten Stressniveau eine um vierzig Prozent erhöhte Wahrscheinlichkeit einer späteren Erkrankung.

Den Grund für diesen Zusammenhang kennen die Forscher noch nicht. Sie vermuten, dass Stress die Konzentration des Hormons Östrogen im Blut verändern. Dieses wiederum beeinflusst die Entstehung von Brustkrebs. Allerdings mahnen die Wissenschaftler, dass die Veränderungen im Hormonsystem durch lang anhaltenden Stress insgesamt keinesfalls gesundheitsförderlich sind, sondern zur Entstehung zahlreicher Erkrankungen – vor allem des Herz-Kreislauf-Systems – beitragen.

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