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Wir Werden Alle Sterben: Gefahr durch Katzenbisse

Katzen sind Biowaffen auf Beinen - ihr Biss kann ernste Folgen haben. Nicht zuletzt, weil man die kuscheligen Killermaschinen leicht mal unterschätzt.
WWAS Katzenbisse

Wer mit Katzen zusammen wohnt, wird bereits wissen, dass die lieben Flauschis nur auf eine Gelegenheit warten, uns alle umzubringen. Was viele nicht ahnen: Katzen sind sogar Biowaffen auf Beinen. Ihr Biss verursacht so schwere Infektionen, dass ein Viertel bis ein Drittel der Opfer ins Krankenhaus muss.

Ursache sind Bakterien, die tief in die Wunde gelangen, etwa die Hälfte aller Bisswunden entzündet sich. Das ist viel mehr als bei Bissen durch Hunde oder Menschen, die sich beide nur in bis zu einem Viertel der Fälle infizieren, und dann meist auch weniger schwer.

Der Unterschied liegt an der Form der Zähne. Menschen und Hunde haben breitere Zähne, so dass eine Bisswunde relativ offen ist. Katzenzähne dagegen sind lang und spitz und dringen tief ins Gewebe ein. Die Wunden sind außerdem dünn und tief, so dass nur wenig Sauerstoff eindringt. Das begünstigt Bakterien, die ohne Sauerstoff klarkommen. Allerdings sind die meisten Infektionen durch Bisse gemischte Infektionen mit bis zu fünf Bakterienarten.

Eine Entzündung wird kompliziert

Außerdem beißen Katzen vor allem in Hände und Unterarme, und dort liegen viele Sehnen und Gelenke. Die sind von Kapseln und Hüllen umschlossen und viel schlechter durchblutet als anderes Gewebe, so dass Infektionsherde dort vor dem Immunsystem geschützt sind. Entlang von Sehnen können sich Entzündungen außerdem leicht ausbreiten.

Das Ergebnis sind ernste Entzündungen, durch die die ganze Hand rot werden und anschwellen kann. Antibiotika helfen nicht immer. In einer Studie von 2014 musste bei einem knappen Fünftel der gebissenen die entzündete Stelle wieder aufgeschnitten und gereinigt werden. Dabei spült man den infizierten Bereich gründlich mit Salzwasser und schneidet infizierte Gewebestellen raus.

Das ist natürlich gerade bei Sehnen und Gelenken eher ungünstig. Ein Teil der Betroffenen hatte außerdem mehrere Operationen, nicht zuletzt um die Funktion der betroffenen Gliedmaßen wieder herzustellen. Außerdem kann man sich bei Katzen auch potenziell lebensbedrohliche Krankheiten holen, zum Beispiel Tetanus, Tularämie oder Tollwut.

Das ist aber natürlich der schlimmste Fall und passiert nur bei einem kleinen Teil der Katzenbisse. In den allermeisten Fällen sind die Bisse der flauschigen Killer für uns Menschen mehr oder weniger harmlos und müssen höchstens mit Antibiotika behandelt werden. Trotzdem solltet ihr auch kleine Bisswunden ernst nehmen und damit zum Arzt gehen. Sicher ist sicher.

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