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Metzler Lexikon jüdischer Philosophen: Moritz (Moses) Lazarus

Geb. 15.9.1824 in Filehne (Wieleń, Provinz Posen); gest. 13.4.1903 in Meran

»Treu zum Judentum und frei in ihm stehen« war die Formel, mit der L. auf die ihn lebenslang beschäftigende Spannung zwischen Tradition und »Erneuerung« antwortete (Die Erneuerung des Judentums, 1909). Den »Gefahren des Autoritätsglaubens« und insbesondere dem juristischen »Dämon der Kasuistik« entgegen sollten unter dem »Schutt der Jahrhunderte« die »wahren Quellen des Talmud« ermittelt und »in einem einfachen, klaren und natürlichen und nicht in einem von Buchstaben geknechteten Denken« festgehalten werden, denn: »je weiter zurück, desto freier und heller sind die Gedanken«. »Warum nicht Anwendung derselben Methode bei den heiligen Schriften wie bei Plato oder Aristoteles?«

L. war der wirkungsmächtigste deutsch-jüdische Popularphilosoph in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zu den zahlreichen Persönlichkeiten, von denen Dokumente einer engen Beziehung mit L. bekannt sind, gehören die Schriftsteller B. Auerbach, T. Fontane, P. Heyse, G. Keller, F. Rückert, der Archäologe E. Curtius, der Maler A. Menzel, die Musikerin C. Schumann, die Ärzte G. Carus und W. Griesinger, die Generäle von Etzel, von Peucker und Rohne. Seit 1850 war L. mit Sarah Lebenheim verheiratet, die 1894 starb. 1895 heiratete er Nahida Sturmhöfel, verwitwete Remy. Seine Umgänglichkeit, schriftstellerische und rednerische Gewandtheit sowie vielseitigen Interessen verschafften L. Zugang zu allen Kreisen der Gesellschaft. Unterschiedliche Positionen wurden ihm angeboten. So erfolgte eine Berufung an die Universität Bern, wo er – ohne Privatdozent gewesen zu sein – von 1862 bis 1866 zunächst als Honorarprofessor, dann als ordentlicher Professor der Psychologie und Völkerpsychologie lehrte. Im Jahre 1864 war er Rektor der Universität. Für einen jüdischen Dozenten exzeptionell war seine Berufung 1868 an die preußische Kriegsakademie in Berlin als Nachfolger von J.B. Meyer, wo er u.a. durch Kronprinz Friedrich gefördert wurde. L.’ Lehrerfolge waren außerordentlich. Trotzdem erfolgte 1872 seine Entlassung, und auch die ersehnte Professur an einer deutschen Universität blieb ihm versagt. Seine Liebe zu Deutschland, die ihn 1866 zur Rückkehr aus der Schweiz veranlaßt hatte, stieß hier auf eine unüberwindbare antijüdische Gegnerschaft.

L.’ jüdisches Engagement war untrennbar mit seinen philosophisch-psychologischen Forschungen verbunden. Schon als Kind erwarb er eine breite Grundlage biblisch-talmudischer Bildung bei seinem Vater Aaron Levin Lazarus (1790–1874), einem Schüler des Akiva Eger, sodann durch seinen Bruder Leser (Lazar) Lazarus (1822–1879), Rabbiner und seit 1875 Direktor des Jüdisch-Theologischen Seminars in Breslau, durch Salomon Eger (Posen), den Sohn Akiba Egers, und durch Levi Herzfeld (Braunschweig). Kurze Zeit arbeitete L. in einem kaufmännischen Betrieb. Dann, seit 1844, konnte er in Braunschweig das Gymnasium besuchen, wo ihn der Herbart-Schüler und Musikwissenschaftler Friedrich Konrad Griepenkerl maßgeblich beeinflußte. Die wissenschaftliche Psychologie Herbarts wurde zur philosophischen Plattform, über deren kritische Aneignung und Umformung L. später zur Konzeption einer eigentümlichen Völkerpsychologie gelangte. Sie war auch sein methodisches Instrument für Reflexionen über das Judentum. W. Wundt, W. Dilthey und G. Simmel sind nur drei der Persönlichkeiten, für die L.’ philosophische Psychologie von Bedeutung wurde.

Das Studium in Berlin, wo er u.a. W. Dove (Physik), J. Müller (Physiologie), L. Ranke (Geschichte), C.W.L. Heyse (Sprachwissenschaft) und A. Boeckh (Altphilologie) hörte, schloß er 1849 durch eine externe Promotion in Halle ab. In der Dissertation De educatione aesthetica klangen bereits völkerpsychologische Motive an. Im Jahr 1851 erschien dann der Aufsatz Über den Begriff und die Möglichkeit einer Völkerpsychologie, und 1856/57 folgte L.’ zunächst zweibändiges philosophisches Hauptwerk Das Leben der Seele in Monographieen über seine Erscheinungen und Gesetze. Es entfaltet eine (in den Folgeauflagen noch erweiterte) Kulturpsychologie in Einzelabhandlungen, z.B. »Bildung und Wissenschaft«, »Ehre und Ruhm«, »Der Humor«, »Der Tact«, »Zum Ursprung der Sitten«. Wissenschaftlich rezipiert wurden v.a. L.’ Theorie der Musik im Kapitel »Vermischung und Zusammenwirkung der Künste«, sein soziologischer Abriß »Ueber das Verhältniß des Einzelnen zur Gesammtheit« und seine Sprachpsychologie unter dem Titel »Geist und Sprache«. Hier formuliert er auch seine Geschichtsphilosophie einer »Verdichtung des Denkens in der Geschichte« (so ein Aufsatztitel aus dem Jahr 1862): In der kulturellen Entwicklung verdichten sich ehemals zusammengesetzte komplexe Vorstellungen, »und es wird für die Nachgebornen zum Einfachen, was den Urahnen verwickelt, es wird ursprünglich, was ehedem abgeleitet war.«

Die Sprachwissenschaft führte ihn mit H. Steinthal zusammen, mit dem er in 20 Jahrgängen (zwischen 1860 und 1890) die Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft herausgab. Ihr gemeinsamer Eröffnungsaufsatz im ersten Heft (bereits Febr. 1859 erschienen): »Einleitende Gedanken über Völkerpsychologie […]«, gab das Programm. Der Mensch sollte nicht als »allein stehend« verstanden werden, sondern in denjenigen »Schicksale[n], denen er nicht unmittelbar unterliegt, sondern nur mittelbar, weil er zu einem Ganzen gehört, welches dieselben erfährt«. Träger dieser Schicksale ist das »Volk«. Dessen »Richtungen und Erscheinungen« bündeln sich zur »Totalität« einer »gesetzmäßige[n] Bewegung und Entwickelung der inneren Thätigkeit« durch den sog. »Gesammtgeist«. Das gilt auch für jene, wie Steinthal sagt: »ethnologische Ethik«, die L. in der Folgezeit seinen politischen wie schriftstellerischen Darstellungen des Judentums zugrunde gelegt hat. Die Verbindung zwischen Judentum und Völkerpsychologie war für ihn nicht zufällig: »Ich bin«, so zitiert ihn I. Elbogen 1907, »Völkerpsychologe, weil ich ein Jude bin, und ich bin es geworden, weil ich einer bin.«

Seit der Braunschweiger Rabbinerversammlung (1844), einem Krisenerlebnis seines Judeseins, war L. eng mit den Diskussionen um die Reform von Gesetz und Liturgie vertraut. 1869 in Leipzig und 1871 in Augsburg war er selbst Präsident zweier ›Synoden‹, die – wesentlich beeinflußt durch L. Philippson, L. Herzfeld und L. Löw – einen »historischen Sinn« unter den Juden erwecken sollten. Man wollte zeigen, daß Gesetz, Liturgie und Brauch Entwicklungen unterliegen und daher auch auf eine der modernen Welt angemessene Gestalt hin veränderbar seien. Seinen Gegenpol sah L. in dem scheinbaren Verzicht der Neuorthodoxie auf den Gedanken der Entwicklung und einer starren Beschränkung auf den Buchstaben des Shulchan ’Arukh.

Starken Anteil hatte L. an der Gründung der Berliner Lehranstalt [bzw. Hochschule] für die Wissenschaft des Judentums (1872 eröffnet), wo er bis zu seinem Tod 1903 Mitglied des Kuratoriums blieb. Nach den antisemitischen Angriffen Heinrich v. Treitschkes im November 1879 hielt er Anfang Dezember einen vielbeachteten Vortrag: »Was heißt national?« Die Juden, mannigfaltig wie die Völker, unter denen sie leben, haben demnach zwar »keine eigene Nationalität mehr«, wohl aber eine »dauernde Aufgabe«: Mit Hilfe eines »alles individuelle Thun an Macht und Würde überragenden, ethisch-religiösen Inhalts« sollen sie den »Geist der wahren Gotteserkenntnis und der reinen Sittlichkeit« im »Gesammtbewußtsein der Menschheit« fördern. Und ganz im Sinn dieser Auffassung veröffentlichte der Deutsch-Israelitische Gemeindebund Ende 1885 fünfzehn, v.a. von L. formulierte »Grundsätze der jüdischen Sittenlehre«, deren vierzehnter verlangt, »das Vaterland zu lieben und für dessen Ehre, Gedeihen und Freiheit Gut und Blut willig zu opfern«. In den Folgejahren erreichte die Bekanntheit von L. ihren höchsten Grad; er erhielt eine Reihe von Auszeichnungen, u.a. 1895 die Ehrendoktor-Würde des Hebrew Union College in Cincinnati.

L.’ zweites Hauptwerk ist die Ethik des Judentums (2 Bände, 1898 und 1911). Der ursprüngliche, 1882 gefaßte Plan, sie im großen Stil mit über 50 Beteiligten auszuarbeiten, war nicht realisierbar. So übernahm L. die Arbeit allein. »Die Ethik«, so heißt es im ersten Band, »ist keine empirische Wissenschaft; nicht wie gehandelt wurde und wird, sondern wie gehandelt werden soll, hat sie zu lehren.« Zugleich aber soll die jüdische Ethik »historisch« dargestellt werden. Also will L. eine Quellengeschichte »ethischer Gesinnung« geben; und dafür ist nicht etwa alles Jüdische überhaupt brauchbar, sondern nur das, »was die Besten in ihrer Seele erlebten«. Den »Inhalt der Ethik« erhebt er nicht allein aus Texten, denn ihm geht es »um jegliche Art der historischen Erfahrung auf ihrem Gebiete«. So erzählt er auch Begebenheiten z.B. aus der eigenen Erfahrung, wenn sie ihm den »eigentlich wahren Geist« des Judentums zu zeigen scheinen.

Die literarischen Quellen, die L. in breitem Umfang heranzieht, umfassen v.a. die Bibel, den Talmud, eine Reihe mittelalterlicher Kodices, z.B. Maimonides’ Mishneh Torah, jedoch bewußt nicht dessen »aristotelischen« »Führer der Verwirrten«, ebenso keine »Mystiker«, zu denen er etwa auch Bachja ibn Paqudah zählt. Weitere Gewährsleute findet er unter den neueren Interpreten des Judentums, seien sie jüdischer oder christlicher Herkunft, von M. Sachs über E. Renan bis I. v. Döllinger, und schließlich unter den Autoritäten der allgemeinen Geistesgeschichte, etwa in Platon, Herbart, Hegel, W. v. Humboldt, H. Lotze, in dem von ihm hoch geschätzten R. Eucken, besonders aber in Kant. Trotzdem ist die Ethik des Judentums keine formale Theorie ethischer Vernunft, sondern – eher in der Tendenz der entstehenden Religionssoziologie – eine reich gegliederte Darstellung sittlich-gesellschaftlicher Phänomene.

Ihr erster Band wurde weithin beachtet und gelobt. Als dennoch 1899 in der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums eine überaus scharfe Kritik des Systematikers H. Cohen erschien, nannte L. als Grund für seinen Erfolg gerade den Umstand, daß er »alles vermieden habe, was dieser Mensch fordert (dogmatische Ableitung u.s.w.)«. »Über 100« Zuschriften allein von jüdischen Persönlichkeiten habe er erhalten; »auf dem Fluchberge aber stehen nur die Redaktion der Monatsschrift (Breslau) und ihr Kritiker!« Gleichwohl brachte es L. über sich, in Zusammenarbeit mit den an der Monatsschrift beteiligten Persönlichkeiten einschließlich H. Cohens bei der Gründung einer Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin 1902 mitzuwirken, einem der wichtigsten jüdisch-wissenschaftlichen Ereignisse dieser Jahre. Damals lebte er allerdings, durch Unfall und Krankheit zunehmend beeinträchtigt, bereits in Meran (seit Herbst 1897), wo er, von der Forschung immer weniger beachtet, im folgenden Jahr starb.

Werke:

  • Das Leben der Seele in Monographieen über seine Erscheinungen und Gesetze, 2 Bde., Berlin 1856/57 (2. erw. und verm. Aufl., 3 Bde., Berlin 1876–82.
  • 3. Aufl., 3 Bde., 1883–97).
  • Treu und Frei. Gesammelte Reden und Vorträge über Juden und Judenthum, Leipzig 1887.
  • Ethik des Judentums, 2 Bde., Frankfurt a.M. 1898 und 1911 (Bd. 2 aus dem Nachlaß hg. J. Winter und A. Wünsche).
  • Die Erneuerung des Judentums. Ein Aufruf, Berlin 1909.
  • Grundzüge der Völkerpsychologie und Kulturwissenschaft, hg. K.C. Köhnke, Hamburg 2003. –

Literatur:

  • A. Leicht, L. der Begründer der Völkerpsychologie, Leipzig 1904.
  • D. Baumgardt, The Ethics of L. and Steinthal, in: YLBI 2 (1957), 205–217.
  • I. Belke (Hg.), M.L. und H. Steinthal. Die Begründer der Völkerpsychologie in ihren Briefen, 3 Bde., Tübingen 1971–86.

Hartwig Wiedebach

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Die Herausgeber

Otfried Fraisse, promovierte an der FU Berlin zu mittelalterlicher jüdisch-arabischer Philosophie; freier Mitarbeiter des Simon-Dubnow-Instituts an der Universität Leipzig.

Andreas B. Kilcher, Hochschuldozent am Institut für Deutsche Philologie II (neuere deutsche Literatur) in Münster. Bei Metzler ist erschienen: »Die Sprachtheorie der Kabbala als ästhetisches Paradigma« (1998) und »Metzler Lexikon der deutsch-jüdischen Literatur« (Hg., 2000).

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