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Metaanalysen: Metaanalysen - Schlechter als ihr Ruf

Mit ihnen lässt sich beinahe jede wissenschaftliche Debatte beenden. Doch sind die Übersichtsstudien tatsächlich so aussagekräftig wie oft angenommen?
In stillem GedenkenLaden...

Am 14. Februar 2018 erschoss der 19-jährige Nikolas Cruz an seiner ehemaligen Schule in Parkland in Florida 17 Schüler und Lehrer und verwundete noch einmal so viele. Präsident Donald Trump glaubte sogleich die Ursache zu kennen: »Ich höre immer mehr Menschen sagen, dass Gewalt in Videospielen die Gedanken von Jugendlichen formt«, schrieb er auf Twitter.

Er war nicht der Einzige, der diesen Zusammenhang herstellte. Nach fast jeder Schießerei gibt es Stimmen, die behaupten, Gewalt in Filmen und Videospielen mache Jugendliche kriminell. Und tatsächlich kommt der Gedanke schnell, wenn man sieht, wie in dem Spiel »Call of Duty« hunderte anonyme Feinde mit automatischen Waffen und Handgranaten getötet werden oder wie man in »Grand Theft Auto« unschuldige Passanten umnieten muss. Dem Vernehmen nach liebte Nikolas Cruz diese Art Spiele. »Sein ganzer Alltag drehte sich ums Töten und darum, Dinge in die Luft zu jagen«, erzählte ein ehemaliger Nachbar der Zeitung »The Miami Herald«.

Dennoch ist die Studienlage unklar. Schon unzählige Experten haben untersucht, ob Gewalt in den Medien aggressive Gedanken fördert und zu eigenen Taten verleitet. Mal mit positivem, mal mit negativem Ergebnis.Deswegen nahmen Wissenschaftler so genannte Metaanalysen zur Hilfe. Das sind Studien, die alle bisher erbrachten Beweise über eine wissenschaftliche Frage betrachten, diese unparteiisch abwägen und daraus eine allgemeine Schlussfolgerung ziehen …

1/2020

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 1/2020

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