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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Illicium verum

Illicium verum Hook. fil.
(syn. Illicium stellatum); Sternanis (syn. Badian, Echter Sternanisbaum).
Fam.: Illiciaceae.
Vork.: nur in Kultur bekannt, angebaut in China und Vietnam.
Drogen: 1. Anisi aetheroleum (syn. Aetheroleum anisi, Anisi oleum, Oleum Anisi, Oleum Anisi stellati); Anisöl (syn. Sternanisöl), das aus den reifen Früchten gewonnene äther. Öl. Inh.: trans-Anethol (80-90 %), daneben Methylchavicol, Foeniculin, cis-Anethol, Anisaldehyd, Limonen, Linalool, α-Pinen. Anw.: bei Katarrhen der Luftwege und dyspeptischen Beschwerden. In der Volksheilkunde wird die Droge auch zur Stimulation der Lactation, bei Regelstörungen, zur Potenz- und Libidostimulation innerlich und zur Hautreiztherapie äußerlich eingesetzt. Auch gegen Insekten und Ungeziefer bei Mensch und Tier soll die Droge nutzbar sein. 2. Anisi stellati fructus (syn. Anisum badium, A. Anisum stellatum, Fructus Anisi stellati); Sternanisfrüchte (syn. Chinesischer Sternanis), die ganzen, getrockneten Sammelfrüchte; vgl. Abbildung. Inh.: äther. Öl (5-9 %, Zusammensetzung s. Anisi aetheroleum), fettes Öl (ca. 20 %), Lipide (Phospholipide, Glykolipide, Sterole), Flavonoide (v.a. Rutin), Phenolcarbonsäuren und Depside (Kaffeesäureester) sowie Gerbstoffe. Anw.: bei Katarrhen der Luftwege und dyspeptischen Beschwerden. Der größte Teil der Droge dient zur Gewinnung des äther. Öls und des daraus isolierten Anethols.
Hom.: Illicium verum (syn. Anisum stellatum); Sternanisfrüchte, die getrockneten, reifen Früchte. Anw.-Geb.: Bronchitis, Blähsucht.
Histor.: Die Sternanisfrüchte wurden bereits im 10. Jh. in China als Gewürz genutzt und kamen im 16. Jh. nach Europa.



Illicium verum, Anisi stellati fructus, Sternanisfrüchte

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