Direkt zum Inhalt
Diese Seite wird bereitgestellt von Helmholtz-Gemeinschaft

Exposom: Wie Umwelt und Chemikalien das Innere von Organismen beeinflussen

Synthetische Chemikalien finden sich überall in der Umwelt. Sie werden jedoch oft nur unzureichend erfasst und bewertet. Das wollen Wissenschaftler*innen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) ändern.
Exposom: Wie Umweltfaktoren und Chemikalien das Innere von Organismen beeinflussen

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung

Veröffentlicht am: 11.07.2019

Laufzeit: 0:06:27

Sprache: deutsch

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ wurde 1991 unter dem Namen UFZ-Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle GmbH gegründet und beschäftigt an den Standorten Leipzig, Halle/S. und Magdeburg 1100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das UFZ forscht für einen nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen zum Wohle von Mensch und Umwelt.

Chemikalien haben oft unerwünschte Nebenwirkungen – dies betrifft die Umwelt, aber auch den Menschen. Denn der Mensch ist Teil der Umwelt, er lebt und arbeitet in der Umwelt, nutzt und konsumiert Umweltressourcen. Dabei wirken sowohl Schadstoffe als auch weitere durch den Lebensstil bedingte Umweltfaktoren auf das Immunsystem des Menschen und beeinflussen die inneren chemischen Prozesse. Aber wie funktioniert das?

Zur Aufdeckung dieser Zusammenhänge konzentrieren sich die UFZ-Wissenschaftler*innen zunächst auf die Mechanismen, die biologische Regelkreise in Organismen durch Chemikalien und äußere Störfaktoren beeinflussen. Dafür wird die Expertise in der Ökotoxikologie und Gesundheitsforschung kombiniert. Zudem werden in zwei komplementären Forschungsansätzen einerseits Bioassay-Untersuchungen mit kontrollierter chemischer Exposition (bottom-up), andererseits Biomonitoring-Analysen aquatischer Organismen und von Kohorten (top-down) durchgeführt. Wenn sich verstehen lässt, wie Umweltfaktoren einschließlich Schadstoffe das innere chemische Milieu von Organismen – das Exposom – beeinflussen und welche Rolle diese Prozesse bei der Entstehung von aquatischer Toxizität und chronischen Erkrankungen spielen, lassen sich daraus unerwünschte Wirkungen für Umwelt und Mensch besser vorhersagen und Präventionsstrategien ableiten.

Lesermeinung

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.